Betrug: FTC soll VPN-Industrie aufräumen

Irreführende Werbung und Falschbehauptungen werfen mehrere US-Politiker VPN-Anbietern vor. Die FTC müsse aktiv werden und die Anbieter prüfen.

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VPN steht für Virtual Private Network.
VPN steht für Virtual Private Network. (Bild: Gino Crescoli/Pixabay)

Die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) soll sich VPN-Anbieter vorknöpfen. Das fordern die US-Kongressabgeordnete Anna Eshoo und der Senator Ron Wyden in einem Brief an die FTC. Die VPN-Anbieter würden häufig irreführende Werbung machen oder falsche Behauptungen über den Umfang des Datenschutzes ihrer Dienste aufstellen. Zuerst hatte das Onlinemagazin The Verge berichtet.

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Hintergrund ist eine zunehmende Popularität von Datenschutzmaßnahmen im Internet durch die Illegalisierung von Abtreibungen in etlichen US-Bundesstaaten. "Angesichts der Tatsache, dass Abtreibung in 13 Staaten illegal ist oder bald illegal sein wird und in vielen weiteren Staaten stark eingeschränkt ist, sind diese missbräuchlichen und ausbeuterischen Datenpraktiken einfach inakzeptabel", heißt es in dem Brief.

Ihre Vorwürfe untermauern Eshoo und Wyden mit Untersuchungen der US-Organisation Consumer Reports, die zu dem Schluss kommt, dass 75 Prozent der beliebtesten VPNs "ihre Produkte falsch darstellen" oder irreführende Behauptungen aufstellen, die "Abtreibungswilligen ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln könnten". Zudem verweisen die Politiker auf Berichte, in denen verschiedene VPN-Dienste des Missbrauchs von Nutzerdaten beschuldigt werden.

FTC soll Internetnutzer vor betrügerischen VPNs schützen

"Wir fordern die Federal Trade Commission (FTC) auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen ... um missbräuchliche und betrügerische Datenpraktiken von Unternehmen, die VPN-Dienste anbieten, einzuschränken, um Internetnutzer zu schützen, die nach Abtreibungen suchen", schreiben die beiden Politiker.

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Sie fordern die FTC zudem auf, eine Broschüre zu entwickeln, mit der sich Menschen, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen, über Online-Datenschutz sowie die Risiken und Vorteile der Nutzung eines VPNs informieren können. Dass die Wahl eines wirklich datenschutzfreundlichen VPNs kein leichtes Unterfangen ist, hatte Golem.de erst kürzlich ausführlich berichtet.

Erst Anfang des Monats hatte die FTC bekräftigt, dass die Behörde gegen Unternehmen vorgehen wird, die unrechtmäßig Gesundheits-, Standort- und andere sensible Daten weitergeben. Auch Google hatte kürzlich auf Vorwürfe reagiert, wonach Standortdaten Besuche in Frauenhäusern und Abtreibungskliniken verraten konnten. "Wenn unsere Systeme feststellen, dass jemand einen dieser Orte besucht hat, werden wir diese Einträge kurz nach dem Besuch aus dem Standortverlauf löschen", kündigte Google-Managerin Jen Fitzpatrick Anfang Juli an.

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