USA: Erstmals seit den 80ern mehr Umsätze mit Platten als mit CDs

In den USA wird wieder mehr Geld mit Vinyl gemacht als mit CDs - vor Jahren noch schwer vorstellbar. Allerdings beherrscht Streaming den Markt.

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CD-Verkäufe werden in den USA erstmals seit den 1980er Jahren wieder von Schallplatten überholt.
CD-Verkäufe werden in den USA erstmals seit den 1980er Jahren wieder von Schallplatten überholt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die US-Musikindustrie hat bisher 2020 mehr Geld mit dem Verkauf von Vinylplatten gemacht als mit CDs. Das berichtet der Branchenverband der Tonträgerindustrie in den USA RIAA (Recording Industry Association of America) in seinem Halbjahresbericht.

Demnach wurden mit CDs im ersten Halbjahr 2020 in den USA 129,9 Millionen US-Dollar umgesetzt, umgerechnet 109,5 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum machte die Industrie mit Vinylplatten einen Umsatz von 232,1 Millionen US-Dollar, umgerechnet 195,6 Millionen Euro. Die Anzahl abgesetzter Einheiten ist bei CDs mit 10,2 Millionen Stück allerdings noch höher als bei Platten mit 8,8 Millionen Stück.

Der RIAA zufolge lagen die Umsätze von Vinylplatten letztmals in den 1980er Jahren über denen von CDs - damals war die Compact Disc noch ein neues Medium. In den vergangenen Jahren haben Platten wieder eine Nische im Markt erobert, viele Bands bringen ihre neuen Alben mittlerweile wieder auf Vinyl heraus.

Höhere Umsätze trotz niedrigerer Verkaufszahlen

Langspielplatten und Vinyl-Singles sind im Durchschnitt teurer als CDs. Daraus ergeben sich höhere Einnahmen, obwohl die Anzahl der abgesetzten Einheiten niedriger ist.

Trotz der Coronakrise ist der Absatz an Vinylplatten verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 leicht gestiegen, um 2,3 Prozent. Analog sind auch die Einnahmen um 3,6 Prozent gestiegen. CDs hingegen haben einen starken Einbruch erlitten: Die Menge an abgesetzten Einheiten ist um 45,2 Prozent gesunken, die Umsätze sind um 47,6 Prozent eingebrochen.

Verglichen mit dem Absatz durch Musikstreaming können die physischen Medien allerdings nicht mithalten: 85 Prozent der Einnahmen werden durch Streaming generiert. Weitere sechs Prozent der Umsätze stammen aus digitalen Downloads.

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