China verfehlt bei der Halbleiterentwicklung seine Ziele

Mit ihren Sanktionen gegen die Volksrepublik wollen die USA Chinas Fortschritte bei der Entwicklung von Halbleitern bremsen. In seiner 2015 beschlossenen Industriestrategie "Made in China 2025" hat sich Peking das Ziel gesetzt, in fünf Jahren 70 Prozent der in China benötigten Halbleiter selbst herzustellen.

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Davon ist die Volksrepublik weit entfernt. Derzeit bedienen chinesische Foundries laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group nur 14 Prozent der einheimischen Chipnachfrage. Auch technologisch hinken die Werke bei der Fertigung von logischen Chips etwa vier Jahre hinterher.

Zwar produziert der größte Auftragsfertiger des Landes, die Semicondutor Manufacturing International Corporation (SMIC), seit 2019 Chips mit Strukturbreiten von 14 Nanometern und will Ende 2021 mit der Fertigung von Halbleitern mit Nodes von 7 Nanometern beginnen. Ob dies gelingt, ist nach der Verschärfung der US-Exportkontrollmaßnahmen aber fraglich, stellt die Stiftung Neue Verantwortung (SNV) in einer Studie zur internationalen Halbleiterindustrie fest.

"SMIC steht derzeit zwar nicht auf der Entity List", erklärt der Autor der Studie, Jan-Peter Kleinhans. "Das US-Handelsministerium hat Halbleiterunternehmen in den Vereinigten Staaten aber jüngst in einem Brief gebeten, keine Geschäfte mehr mit der Foundry zu machen."

In der 5G-Technologie hat China jedoch einen Vorsprung

Das Schreiben zeige, dass nicht nur Huawei im Fadenkreuz der USA steht. Vielmehr sieht Washington in China insgesamt einen gefährlichen technologischen Rivalen.

Das kommt nicht von ungefähr. "Es gibt Bereiche in der Halbleitertechnologie, in denen chinesische Unternehmen bereits heute sehr stark sind - etwa die Entwicklung von ASIC-Chips für die künstliche Intelligenz und die 5G-Netzwerktechnik", erklärt Ondrej Burkacky, Halbleiterexperte und Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey.

Die Zahlen geben ihm recht: Bis zum 31. Januar 2020 hatten die beiden größten chinesischen Anbieter von 5G-Technik, Huawei und ZTE, fast dreimal so viele Schutzrechte angemeldet wie die beiden wichtigsten US-amerikanischen Player in dem Feld, Qualcomm und Intel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Berlin und des Marktforschungsunternehmens IPlytics im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.

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 USA-China-Handelsstreit: Deutsche Halbleiterindustrie gerät zwischen die FrontenJoe Biden wird den Technologiekonflikt nicht beenden 
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lost_bit 10. Dez 2020

Erst einmal +1 Wollte nämlich genau das gleiche schreiben. Schau dir Mal KiCAD an. Ist...

Kleba 10. Dez 2020

Zum Glück fangen sie auch endlich mal damit an.

zilti 09. Dez 2020

Nö. Was die EU macht, geht weit darüber hinaus. Und sie machen ja nichtmal einen Hehl...



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