USA: Bis 2020 rechnen Chinas Supercomputer am schnellsten

Die Vormachtstellung der USA ist gefährdet - das behauptet zumindest die NSA. Chinas Fortschritte bei Supercomputern sollen sogar das nukleare Abschreckungspotenzial der USA gefährden.

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Chinas Supercomputer könnten bis 2020 amerikanische Modelle überholen.
Chinas Supercomputer könnten bis 2020 amerikanische Modelle überholen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Die Fortschritte bei Chinas Supercomputerforschung lösen bei der NSA offenbar Bedenken wegen der Vormachtstellung der USA in verschiedenen Bereichen aus. Die US-Sicherheitsbehörde NSA hat in Kooperation mit der US-Energiebehörde einen Bericht veröffentlicht [PDF], der die angeblichen Risiken einer rapiden HPC-Expansion Chinas zusammenfasst. Der Bericht vom Dezember 2016 wurde jetzt der breiten Öffentlichkeit bekannt.

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Chinas Entwicklungen bei Supercomputern und High-Performance-Computern gefährde die US-Marktdominanz in diesem Bereich. Damit die führende Rolle gegenüber den Chinesen weiterhin behauptet werden könne, sei ein "Schwall an Investitionen und Handlungen vonnöten, um HPC-Priotitäten zu setzen". Die USA dürfe auch nicht von den Produktionen anderer Länder für den Ausbau von HPC abhängig sein.

Ursprung des Berichts ist ein Treffen von 60 Vertretern aus den Bereichen Bildung und Forschung, darunter 40 Repräsentanten der Regierung, im September 2016, bei dem die Lage zur HPC-Branche geschildert und diskutiert wurde, wie das Onlinemagazin Computerworld berichtet.

Eine Aussage spiegelt das offensichtliche Bedenken der Vertreter zur Situation wider. Im Bericht heißt es: "Nationale Sicherheit benötigt die beste verfügbare Rechenleistung, und der Verlust der Führungspostition im HPC-Bereich würde unsere nationale Sicherheit beeinträchtigen und unser nukleares Abschreckungspotenzial und Fortschrittlichkeit zukünftiger Waffensysteme erheblich schmälern".

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Viele der anwesenden Personen seien der Meinung gewesen, dass China bis zum Jahr 2020 die führende Rolle übernehmen werde. Das machen beispielsweise Projekte wie das Sunway Taihulight System deutlich, das komplett in chinesischer Hand entwickelt und gebaut wurde. Das System ist mit einer Rechenleistung von 93 Petaflops unter den Top 500 der schnellsten Supercomputer der Welt gelistet. 2018 will China mit dem Tianhe-3 Supercomputer erstmals im Exaflops-Bereich rechnen.

Chinas Motivation hinter dem Entwickeln neuer Supercomputer sei laut dem Bericht die eigene "Motivation, eine Milliarde Menschen aus der Armut zu holen, Unternehmen beim Produzieren besserer Produkte und Infrastruktur zu unterstützen und sich vom Ruf eines Niedrigkostenherstellers für die Welt zu distanzieren", heißt es in dem Dokument. Allerdings seien diese Punkte auch gute Ansätze, hinter denen sich Waffensysteme entwickeln lassen.

Der Bericht wurde von der ehemaligen US-Regierung unter Führung von Barack Obama in Auftrag gegeben. Die neue Regierung unter Präsident Donald Trump an der Spitze hat bereits Kürzungen im Budget für die Wissenschaft angekündigt, wie die Washington Post berichtet. Den finanziellen Ausgleich für die Weiterentwicklung von Supercomputern könnte die von Trump angekündigte Erhöhung des Militärbudgets bringen, von der der US-Nachrichtensender CNN berichtet.

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mnementh 19. Mär 2017

Wäre es nicht mal Zeit für Europa aufzuholen? Ich rede hier ja nicht einmal von einzelnen...

mnementh 19. Mär 2017

Die USA auch. Aber wichtiger: momentan haben die USA noch den Vorsprung. Es ist...

mnementh 19. Mär 2017

Um Dich da von Deinen Vorstellungen zu lösen: nach den Erfahrungen mit Mao Zedong...



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