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USA: Autofahrer mit Alkohol-Testsystemen ausgesperrt

In den USA können viele Autofahrer aktuell ihre Fahrzeuge nicht nutzen – Grund ist ein Cyberangriff auf einen Alkoholtestanbieter.
/ Tobias Költzsch
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Ein Atemalkoholtestgerät (Symbolbild) (Bild: PAUL J. RICHARDS/AFP via Getty Images)
Ein Atemalkoholtestgerät (Symbolbild) Bild: PAUL J. RICHARDS/AFP via Getty Images

Das Unternehmen Intoxalock aus den USA verkauft Alkohol-Atemanalysegeräte, die in das Fahrzeug installiert werden. Fahrer, die wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt wurden, müssen damit vor dem Fahrtantritt beweisen, dass sie nüchtern sind. Sind sie es nicht, wird die Zündung gesperrt. Seit gut einer Woche sitzen aber zahlreiche Kunden grundlos fest und können ihre Autos nicht mehr nutzen.

Verantwortlich dafür ist ein Cyberangriff auf das Unternehmen, wie Intoxalock auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) bekannt gab und worüber Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) berichtete. Demnach sind die Systeme immer noch gestört, so dass die vorgeschriebene Kalibrierung nicht vorgenommen werden könne. Denn die Atemtester müssen regelmäßig neu kalibriert werden, ansonsten wird der Start des Fahrzeugs unterbunden.

Über die Probleme berichten zahlreiche Nutzer auch auf Reddit. Zu Beginn der Störung sei noch unklar gewesen, was dahintersteckt. Einigen Betroffenen zufolge war Intoxalock zu dieser Zeit telefonisch nicht erreichbar.

Systemprobleme offenbar noch nicht gelöst

Auf seiner Webseite gab das Unternehmen jetzt bekannt, dass Intoxalock-Nutzer einen zehntägigen Aufschub für die Kalibrierung bekommen. In einigen Bundesstaaten wird diese Verlängerung aber nicht gewährt.

Fahrern, die bereits ausgesperrt wurden, bringt die Verlängerung allerdings wohl nichts. Sie müssen ihre Autos abschleppen lassen und zu einer Werkstatt bringen, um dort die neue Kalibrierung vornehmen zu lassen – wenn sie denn wieder funktioniert. Eine Autowerkstatt berichtet bereits, dass ihr Parkplatz voller Fahrzeuge sei, die auf eine Neukalibrierung warten.

Intoxalock zufolge arbeite man immer noch an der Behebung des Problems. Um was für einen Cyberangriff es sich genau handelte, ist noch unbekannt. Intoxalock werde die Kosten tragen, die direkt durch den Systemausfall entstanden sind, so das Unternehmen.


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