USA: AT&T investiert Milliarden für 30 Millionen FTTH-Haushalte
Der Telekommunikationskonzern AT&T will in den USA bis Ende 2025 mehr als 30 Millionen Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser versorgen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf den Netzbetreiber(öffnet im neuen Fenster) . Der US-Kongress hatte im Jahr 2021 ein Infrastrukturgesetz verabschiedet, das 42,5 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Breitbandausbaus im Land bereitstellt.
Im selben Jahr gab AT&T sein Mediengeschäft auf, um sich wieder auf sein Kerngeschäft im Mobilfunk- und Festnetz zu konzentrieren.
Der Netzbetreiber gründete ein Joint Venture mit dem Vermögensverwalter Blackrock, um Glasfaser in Ballungsräumen im ganzen Land zu errichten. AT&T und Blackrock haben bisher gemeinsam 1,5 Milliarden US-Dollar in das Gemeinschaftsunternehmen Gigapower investiert.
AT&T wird sich im Gigapower-Netzwerk einmieten, aber auch andere Unternehmen könnten Internetdienste über Open Access anbieten. Gigapower stellte kürzlich Pläne(öffnet im neuen Fenster) zum Bau von Glasfasernetzen in Las Vegas, im Nordosten von Pennsylvania sowie in Teilen von Arizona, Alabama und Florida vor.
"Wir werden keine Probleme haben, die Rendite unserer Investition zu erzielen" , sagte Bill Hogg, Chief Executive von Gigapower zu Einwänden, dass die Kosten für den FTTH-Ausbau sehr hoch seien.
AT&T bietet seine FTTH-Zugänge in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen an, beginnend bei 55 US-Dollar pro Monat für Downloads mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde. Für 5-Gigabit-Geschwindigkeiten liegen die Preise bei bis zu 180 US-Dollar pro Monat. Bereits im Januar 2022 kündigte AT&T an, symmetrische 2-Gig- und 5-Gig-Glasfaserzugänge für mehr als 70 Metropolregionen in den USA anzubieten.
Im Märzquartal zahlte der durchschnittliche Glasfaser-Internetkunde bei AT&T rund 66 US-Dollar pro Monat. Damit liegt AT&T etwas unter den Beträgen, die Kunden der Kabelnetzbetreiber Charter Communications und Comcast zahlen.
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