Zum Hauptinhalt Zur Navigation

USA: Amazon Prime Ultra kommt - 4K wird zur Zusatzoption

Amazon verschiebt in den USA ab dem 10. April 4K-Auflösung und Dolby Atmos hinter ein neues, teureres Abo. Es wird Prime Ultra heißen.
/ Andreas Donath
31 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Amazon Prime Video kommt. (Bild: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images)
Amazon Prime Video kommt. Bild: Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images

Wer bei Amazon Prime Video in den USA bisher fünf US-Dollar im Monat für werbefreies Streaming ausgegeben hat, bekommt demnächst weniger dafür. Ab dem 10. April 2026 führt Amazon eine neue Abostufe namens Prime Video Ultra(öffnet im neuen Fenster) ein, die monatlich sieben US-Dollar kostet. Wer nicht zahlt, verliert den Zugang zu 4K-Inhalten.

Was ändert sich? – Das neue Stufenmodell im Überblick

Prime Video Ultra bietet bis zu fünf gleichzeitige Streams statt bisher drei, erlaubt 100 Downloads statt 25 und schließt Dolby Atmos ein. Das günstigere, werbefreie Angebot bleibt erhalten, unterstützt künftig vier Streams und 50 Downloads – 4K gibt es dort jedoch nicht mehr. Wer also weiter in voller Auflösung streamen will, muss das Ultra-Paket buchen. Zusammen mit der regulären Prime-Mitgliedschaft für 15 US-Dollar im Monat zahlen Nutzer dann 20 US-Dollar monatlich.

Wie kam es dazu? – Eine schrittweise Verteuerung

Amazon führte in den USA im Januar 2024 Werbung für alle Prime-Video-Nutzer ein und verlangte drei US-Dollar Aufpreis für ein werbefreies Erlebnis. Seitdem stieg die Werbelast auf der Plattform. Das Muster ist von vielen anderen Abodiensten bekannt: Erst gibt es einen einfachen, manchmal sogar kostenfreien Zugang, dann schrittweise eine Aufteilung in kostenpflichtige Stufen.

Was bedeutet das? – Nutzer müssen sich neu entscheiden

Wer 4K-Inhalte bisher als selbstverständlich betrachtete, muss bis zum 10. April 2026 entscheiden, ob der Aufpreis es wert ist. Wer nichts unternimmt, schaut künftig in niedrigerer Auflösung. Der Fall zeigt, wie Streamingdienste die Schmerzgrenze ihrer Nutzer systematisch austesten – eine Stufe nach der anderen.

Ob in Deutschland das Ultra-Modell ebenfalls eingeführt wird, ist bislang nicht bekannt.


Relevante Themen