USA: Adblocker gegen Hacker und Geheimdienste

Geheimdienste in den USA nutzen Adblocker, andere Behörden offenbar nicht. Ein US-Senator warnt daher vor Hacking und Erpressung.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Kein Durchgang für Werbeanzeigen, heißt es bei der NSA.
Kein Durchgang für Werbeanzeigen, heißt es bei der NSA. (Bild: Dim Hou/unsplash.com)

Adblocker schützen nicht nur vor nerviger Werbung, sondern auch vor Schadsoftware durch manipulierte Anzeigen, sogenanntes Malvertising. Das ist seit Jahren bekannt, daher überrascht es kaum, dass die Geheimdienste der USA in der Intelligence Community (IC) auch Adblocker einsetzen, um ihre Netze zu schützen. Andere US-Behörden aber offenbar nicht.

Vice hat einen Brief des demokratischen US-Senators Ron Wyden veröffentlicht, in dem er das Amt für Verwaltung und Haushaltswesen (OMB) auffordert, auch anderen US-Behörden den Schutz durch Adblocker vorzuschreiben. Sonst sei es unwahrscheinlich, dass sie es von alleine tun. Die Intelligence Community habe "netzwerkbasierte Werbeblocker-Technologien implementiert und verwendet Informationen aus mehreren Ebenen, einschließlich DNS-Informationen, um unerwünschte und bösartige Werbeinhalte zu blockieren", zitiert Wyden eine Information aus der IC.

Firmen sammelten durch Online-Werbung jede Menge sensible Informationen, so Wyden. Diese würden dann "jedem mit einer Kreditkarte" zum Kauf angeboten. Eine Untersuchung habe ergeben, dass große Werbefirmen Daten etwa nach China und Russland verkaufen. "Es würde niemanden überraschen, wenn ausländische Nachrichtendienste sich diese Daten aneignen und sie für Hacking, Erpressung und Beeinflussungskampagnen nutzen würden."

Das OMB hat Anfang September einen Entwurf für eine "Zero Trust Architecture"-Strategie vorgelegt, um die IT-Sicherheit in den US-Regierungsbehörden zu verbessern. Adblocker werden darin bisher nicht erwähnt, dafür jedoch zahlreiche Maßnahmen wie Mehr-Faktor-Authentifizierung und durchgehend transportverschlüsselter Internetverkehr.

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