USA: 750 Gemeinden betreiben ihr eigenes Breitbandnetz

Gemeinden in den USA haben genug von schlechtem Glasfaserausbau und hohen Preisen der Betreiber. Lokale Genossenschaften haben nun Fiber To The Home und TV-Kabelnetze aufgebaut.

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Die neue Karte des Institute for Local Self-Reliance
Die neue Karte des Institute for Local Self-Reliance (Bild: Institute for Local Self-Reliance)

Mehr als 750 Gemeinden in den USA haben den Betrieb ihres eigenen Breitbandnetzes übernommen. Das berichtet das Onlinemagazin Motherboard unter Berufung auf Angaben des Instituts für lokale Selbständigkeit (Institute for Local Self-Reliance), eine gemeinnützige Organisation für lokale Wirtschaftsförderung. Demnach wird von den Gemeinden vielfältig Verantwortung für den eigenen Netzbetrieb übernommen: Sie oder eine lokale Elektrizitätsgenossenschaft betreiben ihr eigenes Netz oder haben zumindest einen Teil eines lokalen Glasfasernetzes öffentlich zugänglich gemacht.

Danach gibt es jetzt 55 kommunale Netzwerke, die 108 Gemeinden mit einem öffentlichen Fiber-To-The-Home-Netzwerk versorgen. 76 Gemeinden bieten Zugang zu einem lokalen TV-Kabelnetz, das den größten Teil oder die gesamte Gemeinde erreicht, und mehr als 258 Kommunen werden heute von einer ländlichen Elektrizitätsgenossenschaft versorgt.

Dark Fiber in den Händen der Kommunen

197 Gemeinden haben bereits ein eigenes Glasfasernetz für Teile der Bevölkerung, mehr als 120 Gemeinden verfügen über Dark Fiber, die lokale Privathaushalte und Unternehmen nutzen können.

In vielen Staaten wurden laut dem Institute for Local Self-Reliance gesetzgeberische Barrieren im Interesse der Telekommunikationskonzerne errichtet, um diese lokalen Bemühungen zu behindern.

Bürgermeister von 32 Städten in den USA hatten im Jahr 2014 angekündigt, den Glasfaserausbau selbst in die Hand zu nehmen. Das hatte die Vereinigung Next Century Cities bekannt gegeben. Städte und Gemeinden in den USA haben oft eigene Glasfasernetzwerke, können sie aber laut der Harvard-Forscherin Susan Crawford nicht für die Bürger bereitstellen, weil Netzbetreiber und ISPs wie Comcast, Time Warner Cable, Centurylink und Verizon dies verhindern.

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