USA: 11-Jähriger tötet Vater wegen konfiszierter Nintendo Switch

In den frühen Morgenstunden des 13. Januar hat ein Elfjähriger seinen Adoptivvater in dessen Haus in Duncannon Borough(öffnet im neuen Fenster) im US-Staat Pennsylvania getötet. Die Polizei wurde gegen 3:20 Uhr alarmiert und fand den 42-Jährigen tot in seinem Bett, wie der Guardian berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Der Junge hatte wenige Stunden zuvor seinen 11. Geburtstag gefeiert. Kurz nach Mitternacht suchte er laut dem Bericht nach seiner konfiszierten Nintendo Switch, fand dabei einen Schlüssel zum Waffenschrank seines Vaters und entnahm einen Revolver. Laut Gerichtsdokumenten lud der Junge die Waffe, ging zum Bett seines Vaters und feuerte aus nächster Nähe.
Wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgehe, die einem regionalen Sender vorlägen und über die der Sender berichtet habe, zeige der Fall, wie leicht Kinder in den USA, wo Schusswaffen allgegenwärtig sind, Zugang zu Waffen erhalten können, schreibt der Guardian.
Junge gesteht und ist möglicherweise autistisch
Bei der Befragung gestand er: "Ich habe jemanden erschossen." Er gab zu, seinen Vater gezielt ins Visier genommen zu haben. Auf die Frage, was er sich dabei gedacht habe, antwortete der Junge, er sei wütend gewesen und habe nicht über die Konsequenzen nachgedacht.
Ein Freund der Familie berichtete, der Junge leide an Autismus, der sich 2025 verschlimmert habe. Nachbarn beschrieben die Familie als freundlich und zurückgezogen.
Der Elfjährige ist im Perry County Prison inhaftiert. Eine Freilassung auf Kaution wurde ihm verwehrt. Die Anhörung ist für den 22. Januar angesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter.
Kinder werden Pennsylvania bei Mordfällen automatisch zunächst als Erwachsene angeklagt(öffnet im neuen Fenster) . Richter können den Fall aber ins Jugendsystem überweisen, was die möglichen Konsequenzen erheblich mildert.



