US-Wahlen 2024: Musk könnte nach Wahlsieg Trumps Berater werden
Aus der früheren Abneigung zwischen Tesla-Chef Elon Musk und Ex-US-Präsident Donald Trump könnte nach einem Wahlsieg Trumps im November 2024 eine Zusammenarbeit werden. Einem Bericht des Wall Street Journals (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) zufolge telefonierten die beiden Männer inzwischen mehrmals im Monat miteinander und führten Gespräche über Einwanderung, Technik und Wissenschaft. Unter Berufung auf Personen, die mit den Gesprächen vertraut seien, schreibt das Blatt, dass eine Rolle Musks als Berater des designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump nach einem möglichen Wahlsieg ebenfalls Thema gewesen sei.
Noch vor einigen Jahren galt Musk ebenso wie die meisten Firmenchefs im Silicon Valley eher als Anhänger der Demokraten und als Gegner Trumps, vor allem wegen dessen muslimfeindlichen Einreiseverbots . Im Juli 2022 bezeichnete Trump den Tesla-Chef(öffnet im neuen Fenster) als "Dummschwätzer" ( "bullshit artist" ), weil er sich widersprüchlich über seine Wahlentscheidungen geäußert haben soll.
Musk twitterte anschließend(öffnet im neuen Fenster) : "Ich hasse den Mann nicht, aber es ist an der Zeit, dass Trump seinen Hut an den Nagel hängt und in den Sonnenuntergang segelt." Ebenfalls schrieb er(öffnet im neuen Fenster) : "Wollen wir wirklich jeden Tag einen Elefanten im Porzellanladen? Außerdem denke ich, dass das gesetzliche Höchstalter für den Beginn der Amtszeit des Präsidenten 69 Jahre betragen sollte." Trump wird in zwei Wochen 78 Jahre alt.
Musk tendiert stärker nach rechts
Doch seit der Übernahme von Twitter verbreitet der gebürtige Südafrikaner Musk verstärkt rechtsextreme und ausländerfeindliche Positionen und reaktivierte die Twitterkonten von Rechtsextremisten sowie von Donald Trump. Nun sollen die Männer Möglichkeiten diskutiert haben, Musk formellen Einfluss auf die Politik bei Fragen zur Grenzsicherheit und zur Wirtschaft zu verschaffen. Musk hatte in einem Interview im März 2024 bereits eingeräumt , sich wenige Tage zuvor mit Trump in Palm Beach zum Frühstück getroffen zu haben.
Darüber hinaus soll Musk zusammen mit dem Milliardär und Investor Nelson Peltz einen Plan entwickelt haben, um in ein datengesteuertes Projekt zur Verhinderung von Wahlbetrug zu investieren. Darüber sei ebenfalls mit Trump gesprochen worden. Der frühere US-Präsident wurde im August 2023 wegen versuchten Wahlbetrugs angeklagt(öffnet im neuen Fenster) . Seine Niederlage im November 2020 gegen den Demokraten Joe Biden hat er bis heute nicht akzeptiert.
Kampf gegen das "woke mind virus"
Trotz der zahlreichen Anklagen gegen Trump soll es Musk vor allem darum gehen, eine zweite Präsidentschaft Bidens zu verhindern. Dies soll im Zusammenhang mit Musks Kampf gegen die als "woke mind virus" bezeichneten Einstellungen stehen. Musk definierte diesen "Virus" dem Wall Street Journal zufolge(öffnet im neuen Fenster) als "eine sehr, sehr spaltende Identitätspolitik" , die "Rassismus, Sexismus und all die -ismen verstärkt, während sie behauptet, das Gegenteil zu tun" . Darüber hinaus lehnt Musk sogenannte Diversitätsmaßnahmen (DEI) offen ab. Im Mai 2022 kündigte er an(öffnet im neuen Fenster) , künftig die Republikaner zu wählen, weil die Demokraten "zur Partei der Spaltung und des Hasses" geworden seien.
Das Treffen in Palm Beach soll dem Bericht zufolge in dem Anwesen von Peltz stattgefunden haben. Nicht nur die Söhne von Musk, Peltz und Trump seien dabei gewesen, sondern auch "eine Gruppe von wohlhabenden und einflussreichen Freunden" . Musk habe sich dazu entschieden, den Präsidentschaftswahlkampf nicht finanziell zu unterstützen, sondern stattdessen seinen Einfluss in elitären Wirtschafts- und Technologiekreisen zu nutzen, um Biden zu schlagen, indem er die Unterstützung einflussreicher Verbündeter mobilisiere.
Gespräche über Tesla und X
In den direkten Gesprächen zwischen Trump und Musk soll es auch um Musks Firmen gegangen sein. Zuletzt drohte Trump damit(öffnet im neuen Fenster) , auf Elektroautos, die in Mexiko produziert würden, einen Einfuhrzoll von 100 Prozent zu erheben. Das würde auch Tesla betreffen, da dort eine weitere Gigafabrik errichtet werden soll. Trump und Musk sollen über Steuergutschriften für Elektroautos gesprochen haben.
Darüber hinaus soll Musk Trump gebeten haben, wieder aktiver auf X zu posten, vor allem mit der Live-Audio-Funktion Spaces. Doch Trump wolle lieber seine 2022 gestartete Plattform Truth Social schützen. Daher setzte er bislang nur einen Beitrag ab, seit er von Musk wieder auf Twitter/X freigeschaltet wurde.
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