Wie glaubwürdig sind die Informationen?

Problematischer könnte für Trump allerdings ein anderer Vorwurf werden, sollte er sich bewahrheiten: Sein Anwalt Michael Cohen soll sich in Prag mit Vertretern des Kreml getroffen haben, um Informationen auszutauschen. Das Magazin Newsweek schreibt unter Verweis auf Quellen im estnischen Geheimdienst, dass es ein Treffen zwischen einem Mitarbeiter von Trump und einem Putin-treuen Mitglied des russischen Parlaments in Osteuropa gegeben haben soll. Cohen bestreitet den Vorwurf, er sei nie in Tschechien gewesen. Auch ein Sprecher des Kreml bestritt die Anschuldigungen in einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.

Die Anschuldigungen gegen Russland durch die US-Regierung haben in der Politik und auch in der Hackerszene für Kontroversen gesorgt. Wikileaks bestreitet nach wie vor, dass die von dem Portal veröffentlichten Mails bei einem Hack entwendet wurden. Man habe die "Schlussfolgerung" gezogen, dass die Mails von einem Insider geleakt wurden. Wie man zu dieser Schlussfolgerung kommt, sagt Wikileaks aber nicht.

Ein "politischer Bericht"?

Auch über den Inhalt des US-Regierungsberichts über das Wahl-Hacking wurde viel diskutiert. Wikileaks-Gründer Julian Assange sprach von einem politischen Bericht, der keine Beweise enthalte. Das behauptet die US-Regierung indes gar nicht. Am Anfang des Berichts heißt es: "Die Geheimdienst-Community kann so gut wie nie öffentlich in vollem Umfang über ihre Erkenntnisse informieren und die genaue Grundlage für ihre Einschätzungen offenlegen, da die Veröffentlichung solcher Informationen Quellen oder Vorgehensweisen verraten würde und so die Möglichkeit nehmen würde, auch künftig Informationen zu erheben."

Die in dem Bericht enthaltenen Einschätzungen seien alle durch als geheim eingestufte Informationen belegt. Die öffentliche, nicht eingestufte Version des Berichts enthalte aber "keine als geheim eingestuften Informationen und könne diese auch nicht enthalten." Experten wie der ehemalige GCHQ-Mitarbeiter Matt Tait, der auch unter @pwnallthethings twittert, sagte, die präzise Sprache und die im Anhang veröffentlichten Indikatoren zur Bewertung der Einschätzungen deuteten auf eine solide Informationslage hin.

Der Informatiker Daniel Miessler hat einen lesenswerten Beitrag zum Umgang mit den Informationen der US-Regierung verfasst. Man könne der US-Regierung natürlich in vielen Fragen nicht vertrauen, außerdem hätten auch die USA und vor allem die CIA eine lange Geschichte der Einflussnahme auf Wahlen im Ausland. Fraglich sei nur, ob man auf Grund dieser Tatsache den US-Behörden weniger Glauben schenken wolle als dem russischen Propagandasystem.

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 US-Wahl: US-Geheimdienste warnten Trump vor Erpressung durch Russland
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mambokurt 12. Jan 2017

Dein Beitrag ist absolut unlesbar und trägt zur Verdummung im Internet bei. Glückwunsch...

Moe479 11. Jan 2017

alles nur belustigung der völker, der nächste oder übernächste präsident wird wieder ein...

Moe479 11. Jan 2017

ich würde powell nicht die technische höhe seiner präsentation vorwerfen, die hat der...

NativesAlter 11. Jan 2017

Echt jetzt? Ausgerechnet Leontowitsch Gorbatschow, der vor der roten Revolution aus...



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