US-Vorherrschaft: Deutsche Telekom für Open-RAN-Kurs in der Kritik

Die Open-RAN-Branche will die US-amerikanische Vorherrschaft bei 5G. Wettbewerber sollen ausgeschaltet werden, auch aus Europa.

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Der Turm stürzt ein (Ton Steine Scherben).
Der Turm stürzt ein (Ton Steine Scherben). (Bild: EU Kommission)

Die Sprecherin für Europapolitik der Grünen, Franziska Brantner, hat die Deutsche Telekom und Orange für ihre Unterstützung von Open RAN kritisiert. "Es ist nicht im Interesse der EU, den großen Betreibern Deutsche Telekom und Orange bei ihrer Präferenz für Open RAN zu folgen", erklärte sie bei Twitter. Sie appellierte an die EU-Kommissare Thierry Breton und Margrethe Vestager den Open-RAN-Kurs zu ändern.

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Brantner ist Sprecherin für Europapolitik sowie Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Europaausschuss und stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Sie bezog sich auf Aussagen des US-Open-RAN-Herstellers Mavenir, dessen Senior Vice President John Baker offen forderte, dass die US-Regierung Vorschriften erlassen müsse, um Open RAN Priorität einzuräumen. Dies sei "der beste Weg, um die amerikanischen Führung bei 5G durchzusetzen." Es sei "an der Zeit, der amerikanischen Mobiltechnologie Priorität einzuräumen".

Open RAN makes America great again

Die Komponenten und die Software für Open RAN kommen fast ausnahmslos von US-Konzernen. Während bei den ersten Open-RAN-Einsätzen der Telefónica in Bayern von Dell Server, von Intel Prozessoren und von Xilinx programmierbare Schaltungen (FPGAs) geliefert werden, bietet Altiostar die Virtualisierungssoftware. Gigatera Communications liefert Antennen, Super Micro, ebenfalls Server und Red Hat Open-RAN-Controller. Das erklärte Ziel von Mavenir ist nach dem Verbot von Huawei in den USA, auch europäische Ausrüster wie Nokia und Ericsson auszuschalten. "Es ergibt keinen Sinn, zwei im Ausland ansässigen Unternehmen amerikanische Steuergelder zu geben, damit sie weiterhin dieselbe proprietäre Architektur verkaufen können", sagte Baker. Er forderte dazu auf, die Konkurrenten dazu zu zwingen, ihre Netzausrüstung für Open RAN zu öffnen. Auch das Handelsblatt berichtete dazu.

Die Bundesregierung stellte zwei Milliarden Euro für Open RAN bereit. Es gehe um "zukünftigen Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa", hieß es in dem Dokument von Bundesforschungsministerium, Verkehrsministerium, Wirtschaftsressort und Innenministerium.

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Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone forderten zudem am 20. Januar 2021, dass die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen eine wichtige Rolle bei der Förderung und Entwicklung des Open-RAN-Ökosystems einnehmen. Dazu läuft nun eine Studie in der EU.

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