• IT-Karriere:
  • Services:

US-Visa-Programm: Anforderungen für ausländische Experten verschärft

US-Firmen sollen nicht mehr so leicht ihre Stellen durch ausländische Spezialisten besetzen dürfen. Wie sich das konkret auf die großen IT-Konzerne auswirkt, ist noch unklar.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Einreise in die USA könnte für ausländische Fachkräfte schwerer werden.
Die Einreise in die USA könnte für ausländische Fachkräfte schwerer werden. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Die US-Regierung will schärfer gegen einen angeblichen Missbrauch bei der Vergabe von Arbeitsvisa für ausländische Fachkräfte vorgehen. Das US-Justizministerium teilte am Montag in Washington mit, es werde nicht dulden, dass amerikanische Arbeitnehmer diskriminiert würden. Allein der IT-Konzern Microsoft hat fast 5.000 ausländische Mitarbeiter nach dem sogenannten H-1B-Visaprogramm für besonders qualifizierte Arbeitskräfte eingestellt.

Stellenmarkt
  1. TARGOBANK AG & Co. KGaA, Duisburg
  2. DAW SE, Ober-Ramstadt bei Darmstadt

Die Einwanderungs- und Ausländerbehörde USCIS erklärte, dass durch das H-1B-Programm zu viele qualifizierte und arbeitswillige US-Bürger benachteiligt worden seien. Priorität habe der "Schutz" der amerikanischen Arbeitnehmer. Die Behörde werde zufällige und unangekündigte Besuche bei Firmen machen. Außerdem wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet, über die man Hinweise zu möglichem Visabetrug melden kann.

Beratungsfirmen im Visier

Die H-1B-Visa sind die gängigsten Arbeitsvisa, mit denen etwa IT-Firmen internationale Mitarbeiter ins Land holen können. Eine Debatte über den Missbrauch dieser Möglichkeit gibt es jedoch schon seit einigen Jahren. So hatte die New York Times im Jahr 2015 aufgedeckt, dass Programmierer bei Disney ihre billigeren ausländischen Nachfolger einarbeiten mussten und anschließend entlassen wurden.

Vor allem große Beratungs- und Outsourcing-Firmen wie HCL und Cognizant beantragen laut Engadget die Visa und bringen viele Programmierer in die Firmen. Solche Praktiken will die USCIS genauer unter die Lupe nehmen. So sollen Arbeitgeber kontrolliert werden, die H-1B-Visa für Mitarbeiter beantragen, die außer Haus bei einer anderen Firma oder an einem anderen Ort arbeiten. Nach Ansicht von Engadget haben Unternehmen wie Google oder Microsoft wenig Ärger zu befürchten, da sie neben Ausländern auch viele US-Mitarbeiter einstellten. Zudem würden sie das Bewerbungsverfahren selbst übernehmen.

Altes Memo widerrufen

Unklar scheint, wie hoch die Mindestanforderungen für IT-Experten künftig sind. So hat die US-Regierung ein Memo aus dem Jahr 2000 widerrufen, das eine Ausbildungsdauer von zwei Jahren voraussetzte. In dem neuen Memorandum vom 27. März 2017 heißt es: "Basierend auf der aktuellen Version des (Berufschancen)-Handbuchs, reicht die Tatsache, dass eine Person als Programmierer eingestellt werden und ihre IT-Kenntnisse nutzen soll, um dem Unternehmen bei der Umsetzung von dessen Zielen zu helfen, nicht für die Einstufung als spezieller Berufsstand aus." Eine USCIS-Sprecherin teilte laut The Register mit, dass die Bestimmungen des früheren Memos ohnehin schon länger nicht mehr genutzt worden seien. Mit dem offiziellen Widerruf sei nur sichergestellt worden, dass alle Dienststellen dieselben Standards bei der Bewertung der Visa-Anträge anwendeten. Laut einer US-Kanzlei mit Schwerpunkt auf Einwanderungsrecht werden die H-1B-Anträge schon seit zwei bis drei Jahren schärfer geprüft.

Keine Angst müssen hingegen die eingestellten Mitarbeiter selbst haben. Die unangekündigten Besuche bei Unternehmen dienen laut USCIS nicht dazu, gegen die ausländischen Mitarbeiter strafrechtlich oder verwaltungsrechtlich vorzugehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,80€
  2. 17,99€

Arsenal 04. Apr 2017

*Rednecks Und wenn wir schon bei den Vorurteilen bleiben, sollten die eigentlich gar kein...

Anonymer Nutzer 04. Apr 2017

...ich denke Globalisierung ist toll? Oo Nun globalisiert es so vor sich hin...


Folgen Sie uns
       


Der Konsolen-PC - Fazit

Seit es AMDs RDNA-2-Grafikkarten gibt, kann eine Next-Gen-Konsole leicht nachgebaut werden. Wir schauen, was es dazu braucht und ob der Konsolen-PC etwas taugt.

Der Konsolen-PC - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /