US-Streitkräfte: Microsoft sticht Amazon bei Milliardenprojekt Jedi aus

Amazon sah im Rennen um einen Zehn-Milliarden-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums schon wie der sichere Sieger aus. Doch nun erhielt Microsoft den Zuschlag für das Cloud-Projekt.

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Das Pentagon erhält eine Microsoft-Cloud.
Das Pentagon erhält eine Microsoft-Cloud. (Bild: David B. Gleason/CC-BY-SA 2.0)

Der IT-Konzern Microsoft hat sich im Rennen um einen umfangreichen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums gegen den Favoriten Amazon durchgesetzt. Wie das Pentagon am Freitag mitteilte, erhielt Microsoft den Zuschlag für die Joint Enterprise Defense Infrastructure Cloud (Jedi). Der Vertrag läuft demnach zehn Jahre und hat ein Volumen von zehn Milliarden US-Dollar, wenn alle Optionen ausgeschöpft werden. Neben Microsoft und Amazon waren auch Oracle und IBM an Jedi interessiert.

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Google hatte wegen interner Proteste seine Beteiligung am Projekt aufgegeben. Microsoft-Präsident Brad Smith hatte hingegen die Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem US-Militär verteidigt. Mitarbeiter, die nicht an derartigen Projekten arbeiten wollten, könnten in andere Bereiche des Unternehmens wechseln.

Das Cloud-Projekt umfasst der Mitteilung zufolge sowohl eine kommerzielle IT-Infrastruktur (Infrastructure as a Servive) als auch Plattformdienste (Platform as a Service). Dadurch sollen auch US-Streitkräfte, die im Ausland stationiert sind, besseren Zugang zu den Daten erhalten.

Ein Sprecherin von Amazon Web Services (AWS) zeigte sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters "überrascht" über die Auftragsvergabe. Nach Ansicht von Amazon würde eine detaillierte Bewertung rein auf Basis der Vergleichsangebote "eindeutig zu einem anderen Resultat führen". Amazon prüfe daher Optionen, um gegen die Vergabe juristisch vorzugehen, berichtete Reuters unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Person.

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Amazon spielt damit offensichtlich auf Berichte an, wonach sich US-Präsident Donald Trump persönlich in die Auftragsvergabe eingeschaltet haben soll. So soll Trump Anfang August 2019 dazu beigetragen haben, dass die Vergabe vorübergehend pausiert wurde. Der US-Präsident ist ein scharfer Kritiker von Amazon-Chef Jeff Bezos, dem auch die Washington Post gehört. So hatte Bezos schon im Dezember 2015 Trump einen Platz in seiner Blue-Origin-Rakete angeboten, um ihn ins Weltall zu schießen. Erst in dieser Woche war bekanntgeworden, dass das Weiße Haus die Bundesbehörden angewiesen hat, die Abonnements für die Washington Post und die New York Times nicht mehr zu verlängern. Beide Medien gehören zu den schärfsten Kritikern der Regierung Trump.

Die Entscheidung für Microsoft und gegen Amazon spiegelt auch die aktuelle Entwicklung der beiden Unternehmen wider. Während Microsoft in dieser Woche zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verkündete, ist Amazons Gewinn im dritten Quartal stark zurückgegangen.

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Hitchiker 28. Okt 2019

Du glücklicher! :D

Thomas 28. Okt 2019

https://aws.amazon.com/opensource/ https://amzn.github.io/ Gut möglich, dass Microsoft...

Hitchiker 28. Okt 2019

Eine Zerschlagung wäre zwar die Notlösung, aber anders sehe ich die Einschränkung der...

SvenMeyer 28. Okt 2019

wobei Windows wahscheinlich genug Backdoor enthält, damit jeder jederzeit ausspioniert...



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