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US-Steuerreform: Trump will Förderung für Elektroautos stoppen

Bis zu 7.500 US-Dollar können Käufer von Elektroautos in den USA erstattet bekommen. Ein Stopp dieser Förderung würde Firmen wie Tesla oder General Motors aber nur vorübergehend treffen.
/ Friedhelm Greis
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Teslas Model 3 würde nicht mehr lange von der Förderung profitieren. (Bild: Tesla)
Teslas Model 3 würde nicht mehr lange von der Förderung profitieren. Bild: Tesla

Die geplante Steuerreform der Republikanischen Partei könnte die Verbreitung der Elektromobilität in den USA beeinträchtigen. Wie aus der 429-seitigen Gesetzesvorlage(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, soll die sogenannte Plugin-Elektroauto-Gutschrift(öffnet im neuen Fenster) (IRC 30 D) komplett gestrichen werden. Damit können Käufer von Plugin- und Elektroautos bisher eine Steuergutschrift von bis zu 7.500 US-Dollar erhalten. Anders als in Deutschland ist diese Erstattung unabhängig von der Höhe des Kaufpreises.

Tesla übergibt die ersten Model 3
Tesla übergibt die ersten Model 3 (14:45)

Bislang erhalten Käufer von Plugin-Autos mit mindestens fünf Kilowattstunden Akkukapazität 2.500 US-Dollar erstattet. Für jede weitere Kilowattstunde steigt die Summe um 471 US-Dollar bis maximal 7.500 US-Dollar. Allerdings läuft die Förderung für Fahrzeuge eines Herstellers schrittweise aus, sobald dieser mehr als 200.000 Elektroautos in den USA verkauft hat. So hat Tesla bereits Anfang 2017 die Hälfte dieser Zahl erreicht(öffnet im neuen Fenster) und würde bei einer Massenproduktion des Models 3 vermutlich im kommenden Jahr schnell an diese Grenze stoßen. Da die Erstattung erst am Ende des Folgequartals ausläuft, in dem die Verkaufszahl überschritten wurde, könnten dennoch viele Käufer noch davon profitieren. Selbst danach gibt es noch weitere zwölf Monate lang einen reduzierten Nachlass.

GM hofft auf Verhandlungen mit Kongress

Ford verkaufte nach Angaben der US-Steuerbehörde(öffnet im neuen Fenster) bis Jahresmitte ebenfalls schon fast 100.000 geförderte Autos mit Elektroantrieb, während BMW auf gut 43.000 Exemplare kam. Vermutlich dürfte General Motors (GM) nach Tesla als zweiter Hersteller die Marke von 200.000 Autos erreichen. Mit seinem Chevrolet Bolt hat GM im vergangenen Monat erstmals die Verkaufszahlen von Tesla übertroffen .

GM sagte auf Anfrage von Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) , dass die Steuergutschrift einen wichtigen Nutzen für die Käufer darstelle und dazu beitrage, die Akzeptanz von Elektroautos zu beschleunigen. "Weil General Motors an die vollelektrische Zukunft glaubt, wollen wir mit dem Kongress zusammenarbeiten, um Möglichkeiten zu erörtern, wie der Kaufanreiz erhalten bleibt."

Eine hohe Kaufprämie für Elektroautos kann den Absatz stark ankurbeln. So brach der Absatz von Elektroautos in Dänemark oder Hongkong zusammen, nachdem eine entsprechende Prämie wieder gestrichen wurde. In Deutschland gab es aufgrund der Kaufprämie für Elektroautos jedoch keinen spürbaren Nachfrageschub.


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