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US Space Force: Planlos im Weltraum

US-Präsident Donald Trump hat die Gründung einer Weltraumtruppe angekündigt. Was sie tun soll, weiß niemand genau. Im Kompetenzwirrwarr des US-Militärs geht es wohl hauptsächlich um eine Entmachtung der Air Force.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Trump bei der Vereidigung von Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon
Trump bei der Vereidigung von Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon (Bild: MANDEL NGAN/AFP/Getty Images)

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Commander-in-Chief des Militärs möchte die Truppen durch die Gründung einer Space Force schlagkräftiger machen. Nach dem Willen der Trump-Regierung sollen nun Pläne zur Gründung einer Space Force umgesetzt werden. Bisher werden die militärischen Aktivitäten der USA im Weltall zu etwa 90 Prozent von der Air Force übernommen.

Inhalt:
  1. US Space Force: Planlos im Weltraum
  2. Kompetenzwirrwarr im US-Militär

Der Weltraum ist einer der Bereiche der aktuellen Doktrin des US-Militärs, der Full-Spektrum-Dominance. Deren Ziel ist es, dass das US-Militär jederzeit in den Bereichen Land, See, Luft, Weltraum und Information ohne effektiven Widerstand agieren und den eigenen Willen durchsetzen kann. Der Weltraum gewann im Einsatz für das Militär spätestens mit dem Golfkrieg 1991 seine heutige Bedeutung. Seit den 1990er Jahren sind Systeme wie das GPS und militärische Kommunikationssatelliten unerlässlich für die Koordination in der modernen Kriegsführung geworden.

Militärische Aktivitäten im Weltraum sind allerdings durch den Weltraumvertrag von 1967 begrenzt, insofern die Unterzeichner sich daran halten. Danach sollen im Weltraum keine Massenvernichtungswaffen stationiert, eingesetzt oder getestet werden und die friedliche Nutzung des Weltraums darf nicht gestört werden. Der Vertrag verbietet auch die militärische Besetzung des Mondes und anderer Himmelskörper. Die Stationierung und der Einsatz konventioneller Waffen im Weltraum ist damit erlaubt, genauso wie die Beteiligung militärischen Personals auf zivilen Missionen, etwa zum Mond.

Niemand weiß, was die Space Force tun soll

In der Praxis diskutieren die US-Militärs allerdings keine Pläne zur Übernahme des Mondes mit militärischem Personal unter dem Deckmantel ziviler Forschungsmissionen und Siedlungen. Schon die Pläne für einfache Mondlandungen wurden zugunsten einer leicht zu realisierenden Raumstation in der Nähe des Mondes aufgegeben. Vielmehr konzentriert sich das Militär auf die Sicherstellung des eigenen Zugangs zum Weltraum und den koordinierten Einsatz von Wetter-, Kommunikations- und Spionagesatelliten, den Schutz eigener und die Zerstörung fremder Satelliten. In der Sprache der Militärs geht es dabei um "Ohren, Augen, Schwerter und Schilde" im Weltraum.

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Was genau die neue Space Force tun soll, ist derzeit unklar. Die Diskussion gibt es wenigstens seit 1998. 2017 wurde konkret über die Einführung eines Space Corps diskutiert, ähnlich des Marine Corps, das aus der Navy hervorging. Zusammen mit der Space Force wäre das Militär der USA in nunmehr sechs Teilstreitkräfte aufgeteilt. Seit Gründung der USA kamen zur Army bisher noch Coast Guard (1790), Navy (1798), Marine Corps (1834) und Air Force (1947) hinzu. Aber es wurde bis heute nicht gesagt, welche Kompetenzen genau die Space Force eigentlich haben soll. Donald Trump hat lediglich gesagt, dass die Space Force eine getrennte Streitkraft sein soll, die den anderen gleichgestellt ist. Wie so oft nannte der US-Präsident keine Details.

Die Air Force hat sich vor allem um den Betrieb von Spionage-, Kommunikations- und Navigationssatelliten sowie von Raumfahrzeugen wie den Raumgleiter X-37 gekümmert und Entwicklungsaufträge vergeben. Dazu gehört auch die Entwicklung von Anti-Satelliten-Waffen. Bau und Entwicklung wurden dabei als gut bezahlte Regierungsaufträge an Rüstungsunternehmen wie Boeing oder Lockheed-Martin abgegeben, genauso wie die Starts in den Weltraum, die seit 2017 auch SpaceX teilweise mit übernimmt. Beobachter sprechen nun von einem Schock für die Air Force, deren Führung schon 2017 gegen den Schritt war. Neben der Unsicherheit in der Verteilung der Kompetenzen fürchtet vor allem die Führungsriege der Air Force um ihre Jobs.

Die Einordnung der Raumfahrtaktivitäten in die militärische Organisation der USA und in die Kommandostruktur ist bereits seit Jahrzehnten ein ungelöstes Problem.

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Kompetenzwirrwarr im US-Militär 
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dmark 30. Jun 2018

Trump macht das schon...

Zim 26. Jun 2018

Wir saufen bis wir umfallen! Wir saufen bis wir umfallen! Wir saufen bis wir umfallen...

caldeum 26. Jun 2018

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teenriot* 25. Jun 2018

Laber keinen Scheiß. Die Fakten liegen klar auf der Hand. Mein Vorredner verbreitet eine...

Frank... 24. Jun 2018

Es klingt völlig falsch, aber genau deswegen steht es dort - mit Link zur Erklärung. Laut...


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