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US-Sicherheitsbehörden: Russland steckt "vermutlich" hinter Solarwinds-Attacke

Die US-Behörden widersprechen US-Präsident Trump bei der Attribution des Solarwind-Angriffs. Es soll sich jedoch nur um Spionage gehandelt haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Hinter dem Hack von Solarwinds-Produkten soll Russland stecken.
Hinter dem Hack von Solarwinds-Produkten soll Russland stecken. (Bild: Sergio Flores/Reuters)

US-Sicherheitsdienste haben Russland offiziell als mutmaßlichen Urheber des jüngsten Hackerangriffs auf amerikanische Behörden und Unternehmen bezeichnet. Ziel des Einbruchs in die Datennetze sei nach bisherigen Erkenntnissen das "Sammeln von Informationen" gewesen, teilten in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem die Bundespolizei FBI und der Militärgeheimdienst NSA mit.

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Zugleich sprachen sie drei Wochen nach Aufdeckung des Hacks von einem "fortlaufenden" Angriff, der noch untersucht werde. Die sogenannte Cyber Unified Coordination Group (UCG) sei weiter damit beschäftigt, den Umfang des Angriffs einzuschätzen. Die bisherige Untersuchung zeige, "dass ein APT-Akteur (Advanced Persistent Threat), der wahrscheinlich russischen Ursprungs ist, für die meisten oder alle kürzlich entdeckten, anhaltenden Cyber-Gefährdungen sowohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Netzwerken verantwortlich ist".

Die Sicherheitsbehörden stellen sich mit ihrer Feststellung, dass "vermutlich" russische Hacker am Werk gewesen seien, klar gegen Äußerungen des scheidenden Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte nach Bekanntwerden der Attacke ohne Belege behauptet, es hätte ja auch China dahinter stecken können. Unterdessen zeigten sich IT-Sicherheitsexperten von Anfang an von der russischen Spur überzeugt - und auch Außenminister Mike Pompeo und der inzwischen abgetretene Justizminister William Barr äußerten sich entsprechend.

Die großangelegte Attacke war von der IT-Sicherheitsfirma Fireeye aufgedeckt worden, die selbst Ziel der Hacker geworden war. Die Angreifer hatten sich Zugang zu den Netzen über vielerorts genutzte Wartungssoftware der Firma Solarwinds verschafft und waren über Monate unentdeckt geblieben. Damit ist der Fall ein peinlicher Rückschlag für amerikanische Sicherheitsdienste.

Weniger als zehn US-Behörden betroffen

Während rund 18.000 Kunden der Orion-Produkte von Solarwinds betroffen seien, sei die Zahl der durch Folgeaktivitäten kompromittierten Systeme deutlich geringer. Darunter seien weniger als zehn US-Regierungsbehörden gewesen. Die betroffenen nichtstaatlichen Systeme sollen noch ausfindig gemacht werden. Nach ersten Informationen waren die Hacker unter anderem in Systeme des Finanzministeriums und des Energieministeriums eingedrungen.

Da die Angreifer nur Informationen sammeln wollten, gehen die US-Behörden zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht davon aus, dass ein Angriff auf kritische Infrastruktur ebenfalls das Ziel des Hacks gewesen sein könnte. Es hatte Befürchtungen gegeben, dass die Angreifer zum Beispiel Angriffssoftware für Attacken auf das amerikanische Stromnetz eingeschleust haben könnten.

Die Zuordnung von Cyberattacken an Hacker aus bestimmten Ländern, die sogenannte Attribution, ist generell schwierig und meist nur auf der Basis von Indizien möglich. Die amerikanischen Sicherheitsdienste machten keine Angaben dazu, auf welcher Basis sie hinter dem Angriff russische Hacker vermuten. Sie kündigten aber an, dass mit der Zeit weitere Informationen veröffentlicht werden sollen.

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Megusta 07. Jan 2021

Die Schlagzeile sollte heißen: "warum war es möglich einzubrechen?" Wer das gewesen ist...

Spekulant 07. Jan 2021

Diesmal haben die ja von "vermutlich" gesprochen. Bedeutet für mich, dass die absolut...

wurstdings 06. Jan 2021

Komprimierte Systeme sind aber so schön klein :D

ldlx 06. Jan 2021

Die Orion-Software wird also nahezu überall (in US, weltweit) eingesetzt. Damit wird also...


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