Autos sollen Fahrer besser überwachen

Der folgende Punkt 8 könnte sich für die Hersteller teilautomatisierter Systeme noch als Problem herausstellen. "Weil das Fahren eine inhärent visuelle Aufgabe ist und ein Fahrer das Lenkrad berühren kann, ohne die Fahrbahn, die Verkehrsbedingungen oder die Funktion des Assistenzsystems visuell zu beurteilen, bietet das Überwachen des Lenkraddrehmoments ein schlechtes Hilfsmittel, um bei einem automatisierten Fahrzeug den Grad der Einbindung des Fahrers in die Fahraufgabe zu bestimmen", schreibt die US-Behörde. Das könnte bedeuten, dass die Anbieter solcher Systeme in den USA wie Tesla, Audi, BMW, Mercedes, Volvo und Infiniti künftig den Fahrer mit einer Videokamera überwachen müssten, um den Grad seiner Ablenkung und Aufmerksamkeit besser beurteilen zu können. Bislang reicht es aus, wenn der Fahrer kurz mit der Hand das Lenkrad berührt.

Stellenmarkt
  1. Specialist Process Management (m/w/d)
    ista SE, Essen
  2. System Specialist* Data Center (m/w/d)
    HARTING IT Services GmbH & Co. KG, Espelkamp
Detailsuche

Der Bericht moniert darüber hinaus, dass nach Unfällen die gespeicherten Daten teilautomatisierter Fahrzeuge ohne Mithilfe des Herstellers nicht unabhängig analysiert und verifiziert werden können. Ein standardisierter Datensatz sei erforderlich, um die Sicherheit solcher Fahrzeuge unabhängig einschätzen und verbessern zu können. Das vernetzte Fahren werde dann am effektivsten, wenn alle Fahrzeuge mit dieser Technik ausgestattet würden, vor allem große und schwere Lkw, die das größte Verletzungsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellten.

Empfehlungen für Hersteller und Behörden

In sieben Punkten fordert das NTSB unter anderem das US-Verkehrsministerium auf, die Datenparameter zu definieren, um die Funktionen des Fahrzeugsysteme im Falle eines Unfalls analysieren zu können. Die US-Transportbehörde NHTSA soll eine Methode entwickeln, um sicherzustellen, dass die Hersteller teilautomatisierter Fahrzeuge die Funktionen der Systeme auf die geeigneten Bedingungen begrenzen. Die Hersteller sollen unter anderem Systeme bereitstellen, um die Einbindung des Fahrers in die Fahraufgabe besser zu überwachen.

Dem im Mai veröffentlichten Bericht zufolge fuhr der Tesla bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern pro Stunde bis zu sechs Minuten, ohne den Fahrer zum Berühren des Lenkrads aufzufordern. Der Fahrer reagierte bei sechs der sieben Warnungen erst, nachdem eine akustische Warnung die optische ergänzt hatte. Auffallend war, dass der Zeitabschnitt vor dem Zusammenstoß der längste ohne Warnung war, obwohl das Fahrzeug auf diesem Teil der Fahrt am schnellsten unterwegs war und mit 120 Kilometern pro Stunde sogar das Geschwindigkeitslimit überschritten hatte.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    30.01.-02.02.2023, virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Inzwischen hat Tesla mit der Version 8.0 die Funktion stark überarbeitet, so dass Fahrer wesentlich häufiger das Lenkrad bewegen müssen. Zudem kann die neue Version eine Zwangsbremsung herbeiführen. Ebenfalls wird der Autopilot-Modus vorübergehend deaktiviert, wenn innerhalb einer Stunde drei akustische Warnungen ertönen. Das wäre vor der tödlichen Kollision der Fall gewesen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 US-Sicherheitsbehörde: Teslas "Autopilot" trug zu tödlichem Unfall bei
  1.  
  2. 1
  3. 2


Bachsau 19. Sep 2017

Es ist völlig daneben, von Herstellern zu erwarten, dass sie die Freiheit ihrer Kunden...

ti-sign 15. Sep 2017

Ob die Fahrer wissen, was die Assistenzsysteme übernehmen und was nicht, geht knapp an...

Teeklee 14. Sep 2017

Wollte nur andeuten, dass dadurch vermutlich mehr Leute dazu ermutigt werden ihr...

Michl1303 14. Sep 2017

Nissan Pulsar, unter 40 kein Tempomat :( nur der Limiter geht weiter runter. Echt nervig...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ada Lovelace
Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090

Kurz vor dem Launch der AMD-Konkurrenz passt Nvidia die Preise der eigenen Grafikkarten an. Das liegt auch an einem stärkeren Euro.

Ada Lovelace: Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090
Artikel
  1. Google Distributed Cloud Edge: Telefónicas 5G-Kernnetz setzt auf die Google Cloud
    Google Distributed Cloud Edge
    Telefónicas 5G-Kernnetz setzt auf die Google Cloud

    Für den Betrieb nutzt O2 Telefónica die Infrastruktur von Google Cloud. Im Rechenzentrum ist Google Distributed Cloud Edge installiert. Wird das BSI eingreifen?

  2. Kids für Alexa im Test: Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?
    Kids für Alexa im Test
    Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?

    Amazon bietet neuerdings einen speziellen Kindermodus für Alexa an. Das soll Eltern in Sicherheit wiegen, die sollten sich aber besser nicht darauf verlassen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  3. Autonomes Fahren: VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis
    Autonomes Fahren
    VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis

    Nicht nur das VW-Projekt Trinity, auch das geplante Audi-Vorzeigemodell Artemis fällt den Softwareproblemen des VW-Konzerns zum Opfer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Amazon Last Minute Angebote: Games & Zubehör, AVM-Router • Saturn-Weihnachts-Hits: Rabatt-Angebote aus allen Kategorien • Tiefstpreise: Intel Core i7-13700K & AMD Ryzen 5 5600X • PS5 Disc Edition inkl. GoW Ragnarök wieder vorbestellbar bei Amazon 619€ • ViewSonic 32" WQHD/144 Hz 229,90€ [Werbung]
    •  /