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US-Sanktionen: Telekom und Deutsche Bahn stoppen alle Projekte im Iran

Die Telekom will Probleme bei der Übernahme von Sprint in den USA vermeiden und trennt sich deshalb von ihrem Geschäften im Iran. Auch die Deutsche Bahn reagiert schnell auf die US-Sanktionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Router von MTN Irancell
Router von MTN Irancell (Bild: MTN Irancell)

Die Deutsche Telekom und die Deutsche Bahn ziehen sich wegen der US-Sanktionen aus dem Iran zurück. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Die Telekom hat schon im Mai alle Geschäfte im Iran gestoppt. Die Deutsche Bahn lässt ihre Projekte bis Ende September auslaufen. Beide Unternehmen bestätigten dies der Wirtschaftswoche. Sie ignorieren damit den Aufruf der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini, die als Reaktion auf den Trump-Boykott die Europäer zu verstärkten Iran-Geschäften aufrief.

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Die Telekom wolle mit dem Rückzug das Risiko verringern, den US-Behörden einen Vorwand zu liefern, die Übernahme von Sprint durch die US-Tochter T-Mobile zu stoppen, heißt es in dem Bericht. Schon drei Wochen nach Bekanntgabe der Fusion hat die Telekom deshalb am 18. Mai reagiert. Das US-Justizministerium untersuche, wie die Fusion die Preise für kleinere Mobilfunkbetreiber beeinflussen könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Das Justizministerium habe mit kleinen Mobilfunkanbietern gesprochen, die Kapazität der Mobilfunknetze zu Großhandelspreisen einkaufen, und ihre Meinung zu der Fusion erfragt.

Telekom-Tochter: Geschäfte mit MTN Irancell

Alle Beschäftigten der Telekom-eigenen Unternehmensberatung Detecon wurden aus dem Iran abgezogen und "das Geschäft mit sofortiger Wirkung beendet". Detecon-Mitarbeiter waren im Iran oft im Einsatz, zuletzt liefen Projekte beim Festnetzbetreiber Telecommunication Company of Iran (TCI) und beim Mobilfunkbetreiber MTN Irancell.

Die Deutsche Bahn beendet ihre 2017 geknüpften Verbindungen in den Iran und steigt aus zwei Projekten "zeitnah" aus. Offizieller Grund: Die "geänderte Bankenpraxis". Viele international tätige Banken weigern sich inzwischen, größere Geldgeschäfte mit dem Iran abzuwickeln. Beim Eisenbahnbetreiber Bonyad Eastern Railway sollte die Bahn-Tochter Engineering & Consulting den Service verbessern.



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KayG 20. Aug 2018 / Themenstart

Als regelmässiger Bahnfahrer kann ich sagen, der Service ist weitaus besser als sein...

Aluz 20. Aug 2018 / Themenstart

Steht im Artikel, da Banken weniger in den Iran investieren wollen ist das Geschaefft...

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