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US-Raumfahrtbehörde: Weißes Haus will vorerst keine Nasa-Mitarbeiter entlassen

Die Kündigungen hätten bei der Nasa mehr als 1.000 Personen betroffen. Die Direktoren sind aber angewiesen worden, erheblichen Personalabbau vorzubereiten.
/ Mike Faust
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Jared Isaacman wurde von Donald Trump für die Leitung der US-Raumfahrtbehörde nominiert. (Bild: SpaceX, Pngall, Pluspng, Montage: Golem.de)
Jared Isaacman wurde von Donald Trump für die Leitung der US-Raumfahrtbehörde nominiert. Bild: SpaceX, Pngall, Pluspng, Montage: Golem.de

Das Weiße Haus hat in einer kurzfristigen Entscheidung am Dienstagnachmittag beschlossen, dass Mitarbeiter der Nasa, die sich noch in der Probezeit befinden, nicht entlassen werden. Wie Ars Technica berichtete(öffnet im neuen Fenster) , hatte die Raumfahrtbehörde für ihre Angestellten auf Probe Ausnahmen beantragt.

Entlassungen von Mitarbeitern, die sich noch in der Probezeit befinden, sind für die US-Regierung ein einfaches Mittel, den Personalbestand zu verringern. Davon können Angestellte betroffen sein, die in den letzten ein bis zwei Jahren eingestellt wurden, oder langzeitbeschäftigte Mitarbeiter, die vor kurzem in eine neue Position wechselten oder befördert wurden.

Bei der Nasa hätte diese Maßnahme etwas mehr als 1.000 Personen betroffen, die sowohl in der Zentrale als auch den Außenstellen der Raumfahrtbehörde beschäftigt sind und circa sechs Prozent der Belegschaft ausmachen. "Wir saßen den ganzen Tag wie auf Nägeln" , sagte ein leitender Beamter des Johnson Space Center in Houston.

Optionen für erheblichen Personalabbau werden vorbereitet

Warum genau die US-Regierung die Entlassungen für die Nasa aussetzt, wurde nicht bekannt. Ein Sprecher der Nasa in Washington D.C. gab keinen Kommentar ab. Interne Quellen halten es allerdings für möglich, dass Jared Isaacman bei US-Präsident Donald Trump darum bat, die Nasa-Kürzungen zurückzustellen.

Isaacman ist ein privater Astronaut und initiierte die Inspiration-4-Mission , die mit einer Dragon-Raumkapsel von SpaceX durchgeführt wurde. Auch an der Weltraummission Polaris Dawn nahm er teil. Donald Trump nominierte ihn außerdem für die Leitung der Nasa , was es durchaus möglich erscheinen lässt, dass er seinen Einfluss bei der US-Regierung nutzte, um die Stellenstreichungen zu verhindern.

Die Kündigungen wurden allerdings nur aufgeschoben, weshalb es in den nächsten Monaten immer noch zu Entlassungen kommen könnte. Wie Ars Technica darüber hinaus erfahren haben will, wurden die Direktoren der Nasa-Außenstellen bereits angewiesen, Optionen für einen "erheblichen" Personalabbau in den kommenden Monaten vorzubereiten.


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