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US-Marine: Eine Drohne namens Wanda

Die US-Marine will künftig mit Flimmern Jagd auf U-Boote machen. Das sind tauchende Drohnen oder fliegende Tauchroboter.

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Flying Wanda kurz vor dem Eintauchen
Flying Wanda kurz vor dem Eintauchen (Bild: US-Navy)

Sie fliegt und schwimmt - wie eine Ente: Flying Wanda heißt das unbemannte Flug- und Tauchgerät, mit dem die US-Marine künftig auf U-Boot-Jagd gehen will. Gerade hat das Naval Research Laboratory (NRL), das gemeinsame Forschungslabor der US-Marine und der US-Marine-Infanterie, eine neue Version vorgestellt.

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Flimmer nennt die US-Marine die fliegenden Tauchroboter, Flying Wanda ist die neue Version. Das NRL stellt sie in seiner Zeitschrift Spectra (PDF, Seiten 6 bis 9) vor. Der Tauchroboter hat einen recht kurzen Rumpf, die Flügel sitzen relativ weit hinten. Als Antrieb in der Luft dient ein Propeller am hinteren Ende des Rumpfes.

Flossen zum Fliegen und Schwimmen

An den Enden der Flügel ist jeweils eine Flosse angebracht. Diese Flossen sind beweglich: Fliegt Wanda, werden sie senkrecht gestellt und verleihen dem Flimmer mehr Stabilität. Nach dem Abtauchen werden sie heruntergeklappt, so dass sie zu einer Verlängerung des Flügels werden. Sie bewegen den Flimmer im Wasser vorwärts und lenken ihn.

Flying Wanda beruht auf dem Tauchroboter Wanda. Der hat, wie viele andere Roboter auch, ein natürliches Vorbild, den Vogel-Lippfisch, englisch Bird Wrasse. So erklärt sich auch die Bezeichnung: Wrasse-inspired Agile Near-shore Deformable-fin Automaton (etwa: von einem Lippfisch inspirierter, agiler Automat mit verformbaren Flossen für den küstennahen Einsatz), kurz: Wanda.

Zwei oder vier Flossen

Anders als die Flugversion hat die Tauchversion von Wanda vier Flossen. Unter Wasser böten vier Flossen mehr Stabilität und sorgten für bessere Manövrierfähigkeit, schreibt Dan Edwards, Wissenschaftler am NRL, in Spectra. Allerdings bedeuteten mehr Flossen auch mehr Gewicht, was beim Fliegen ein Nachteil sei. Zudem müssten sie so robust gestaltet sein, dass sie das Eintauchen überstehen.

Flimmer ist eine Abkürzung für Flying Swimmer: Die Roboter sollen also sowohl im Wasser, als auch in der Luft unterwegs sein. Diese Kombination ist problematisch: Tauchroboter haben normalerweise einen dicken Rumpf, damit sie dem Wasserdruck standhalten. Flugroboter hingegen bewegen sich in einem viel weniger dichten Medium, sie sind also leichter konstruiert. Für einen Aufprall auf dem Wasser sind sie hingegen wenig geeignet.

Erst fliegen, dann tauchen

Und doch sieht genau so der Einsatz eines Flimmers aus: Das System wird aus einem Flugzeug abgeworfen und fliegt dann aus eigener Kraft zum Einsatzort. Die Fluggeschwindigkeit beträgt 50 Knoten, knapp 93 Kilometer pro Stunde (km/h). Der Flimmer sinkt dann bis knapp über der Wasseroberfläche ab und taucht bei einer Geschwindigkeit von etwa 40 Knoten, immer noch knapp 75 km/h, ins Wasser ein. In Tauchfahrt soll er U-Boote aufspüren.

Die US-Marine hat das Eintauchen erfolgreich getestet. Das Vehikel, Test-Sub genannt, habe gute Flugeigenschaften gezeigt, sagt Edwards. Beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche sei es abrupt abgebremst worden. Es habe sich aber unter Wasser fortbewegt und auch auf Kommandos reagiert.



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