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UN-Kommission spricht von Kriegsverbrechen

Das US-Verteidigungsministerium soll die Untersuchung des Vorfalls bereits vor mehreren Monaten abgeschlossen haben. Doch der Bericht wurde noch nicht veröffentlicht. Ein Pentagon-Sprecher sagte hingegen, der Vorfall werde weiterhin untersucht.

Die Unabhängige Untersuchungskommission der UN geht in ihrem Bericht davon aus, dass bei dem Angriff auf die Schule 157 Menschen getötet wurden, darunter 123 Kinder, die 13 Jahre oder jünger waren. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, "dass die Vereinigten Staaten bei der Identifizierung und Ausrichtung ihres Angriffs auf die Grundschule in Minab, deren ziviler Charakter offensichtlich ist, ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sind, alles Mögliche zu unternehmen, um zu überprüfen, ob es sich um ein militärisches Ziel handelte".

Das Versäumnis der USA, die Informationen über die Schule in ihren Zieldatenbanken zu aktualisieren und vor dem Angriff zu überprüfen, ob es sich bei dem Gebäude um ein militärisches Ziel handelte, gehe dabei über bloße Fahrlässigkeit hinaus. Vielmehr waren sich die USA "eines erheblichen Risikos bewusst, ein ziviles Objekt zu treffen, und handelten mit Blick auf die Möglichkeit, dass dies geschehen könnte, rücksichtslos".

Daher habe die Kommission "hinreichende Gründe für die Annahme, dass die Vereinigten Staaten das Kriegsverbrechen begangen haben, einen wahllosen Angriff auszuführen, der zum Tod oder zur Verwundung von Zivilisten oder zur Beschädigung ziviler Objekte führte".

Neue Sanktionen gegen Strafgerichtshof geplant

Für die internationale Verfolgung von Kriegsverbrechen ist der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag zuständig. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge(öffnet im neuen Fenster) will die US-Regierung jedoch weitere Sanktionen gegen den Gerichtshof verhängen. Demnach zielen die USA darauf ab, dass der Gerichtshof seine Haftbefehle gegen israelische Politiker sowie eine frühere Untersuchung gegen amerikanische Truppen in Afghanistan zurückzieht. Die USA sind selbst kein Mitglied des 2002 gegründeten Gerichts.

Wegen der im Jahr 2025 verhängten Sanktionen durch US-Präsident Donald Trump verlor der Chefermittler des IStGH bereits den Zugriff auf seine E-Mails und Bankkonten. Anschließend stieg das Gericht von Microsoft auf Opendesk um.


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