US-Kampagne: Huawei wirft USA Cyber-Attacken und Polizeiterror vor

Huawei hat eine umfangreiche Liste von Anschuldigungen gegen die US-Regierung vorgelegt. Diese reichen von Cyber-Attacken des Intranets bis hin zu Einschüchterungen von Beschäftigten durch das FBI. Dies ist die bisher schärfste Reaktion des Unternehmens auf die US-Boykottkampagne.

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Trump bei einer Rede
Trump bei einer Rede (Bild: ALASTAIR PIKE/AFP)

Die umstrittene US-Regierung soll Cyber-Angriffe gestartet haben, um das Intranet und die internen Informationssysteme von Huawei zu infiltrieren. Das gab das Unternehmen am 3. September 2019 bekannt. Neben der US-Boykottkampagne gegen den chinesischen Konzern habe die US-Regierung "alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, darunter gerichtliche und administrative Befugnisse sowie eine Vielzahl anderer skrupelloser Methoden, um den normalen Geschäftsbetrieb von Huawei und seinen Partnern zu unterbinden".

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So habe die US-Regierung ihre Strafverfolgungsbehörde angewiesen, aktuelle und ehemalige Huawei-Mitarbeiter zu bedrohen und zu zwingen, sich gegen das Unternehmen zu wenden und für sie zu arbeiten. FBI-Agenten wurden zu den Häusern von Huawei-Beschäftigten geschickt, um Druck auf sie auszuüben und Informationen über das Unternehmen zu sammeln. Es sei zu unrechtmäßigen Durchsuchungen, Inhaftierungen und sogar Verhaftungen von Huawei-Mitarbeitern und Huawei-Partnern gekommen.

Die USA versuchten, sich mit Unternehmen zu verschwören, die mit Huawei zusammenarbeiteten oder geschäftliche Konflikte mit Huawei hätten, um unbegründete Anschuldigungen zu erheben.

Enttäuschter Designer nutzte geopolitische Situation aus

Dazu kämen das Ausgraben alter Zivilverfahren, die bereits beigelegt seien, sowie die Behinderung der normalen Geschäftstätigkeit und der technischen Kommunikation durch Einschüchterung, Verweigerung von Visa und des Zurückhaltens von Warensendungen.

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Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Beweise für die Anschuldigungen wurden von der US-Regierung bisher nicht vorgelegt. Auch Huawei legte am Dienstag keine Belege für die Vorwürfe gegen die USA vor. Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge wurden jedoch seit Anfang 2019 mindestens drei Mitarbeiter aus dem US-Büro von Huawei von US-Strafverfolgungsbehörden kontaktiert, berichtet das Wall Street Journal.

Am 30. August 2019 berichtete das Wall Street Journal, dass das US-Justizministerium gegen Huawei wegen mutmaßlichen Diebstahls von Patenten für Smartphone-Kameras ermittelt. Hintergrund sei, dass der Designer Rui Pedro Oliveira sich am 28. Mai 2014 mit Vertretern der US-Tochtergesellschaft von Huawei getroffen habe. Bei dem Treffen stellte Oliveira ein Kameradesign vor, für das er ein US-Patent angemeldet habe. Huawei habe sich nicht dafür interessiert und es gab keinen weiteren Kontakt. Im April 2018 behauptete Oliveira, die von Huawei entwickelte Envizion360-Kamera habe seine US-Patente verletzt und forderte hohe Geldsummen. Dies sei unzutreffend und es sei klar, dass Oliveira die aktuelle geopolitische Situation ausnutze, betonte Huawei.

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gast22 04. Sep 2019

Märchenstunde? Die Frage ist doch, mit welchem Motiv Leute auf die Straße gehen. Mach...

Anonymer Nutzer 04. Sep 2019

Ich glaube eher Huawei als der USA. Die USA hat noch nichts vorgelegt, was deren...

Spezies 04. Sep 2019

Bei der seit jahren gefahrenen imperialen Vormachtstellung der USA. Wundert es mich...

GPUPower 04. Sep 2019

Dir werden sie sicherlich nicht vorgelegt.



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