US-Handelskammer: Google entgeht offenbar Kartellverfahren

Google hat sich möglicherweise mit der US-Handelskammer Federal Trade Commission geeinigt und entgeht damit einem drohenden Kartellverfahren. Zu der Einigung gehört auch eine schriftliche Verpflichtung, Patente nach FRAND zu lizenzieren, berichtet das Wall Street Journal.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Handelskammer: Google entgeht offenbar Kartellverfahren
(Bild: Nicholas Kamm/AFP/Getty Images)

Um ein drohendes Kartellverfahren durch die US-Handelskammer Federal Trade Commission (FTC) abzuwenden, ist Google offenbar zu weitreichenden Zugeständnissen bereit. Das Wall Street Journal berichtet, dass ein entsprechendes Abkommen noch in dieser Woche unterzeichnet werden soll. Google soll es Konkurrenten leichter machen, Werbung auf der Suchmaschinenwebseite zu schalten und eine Lizenzierung von Patenten des Tochterunternehmens Motorola zu vereinfachen.

Stellenmarkt
  1. Projektplaner/CAD-Systembetr- euer (m/w/d)
    EMS PreCab GmbH, Papenburg
  2. Software Architect (f/m/d)
    NEXPLORE Technology GmbH, Darmstadt, Essen, München
Detailsuche

Die FTC untersucht seit 2010 die Geschäftspraktiken des Suchmaschinenkonzerns nach Beschwerden unter anderem von Yelp, Trip Advisor und Microsoft. Google soll seine eigenen Resultate bei der Suche nach Restaurants denen von Yelp oder Reiseberichte von Trip Advisor vorgezogen haben. Auch Microsoft hat sich über Google beschwert. Google erschwere den Wechsel von Werbeanbietern zu alternativen Suchmaschinen wie Bing.

Schriftliche Verpflichtungen

Auch der mögliche Missbrauch des Patentportfolios der Google-Tochter steht unter Kritik. Motorola nutze auch nach seiner Übernahme durch Google seine Patente, um Konkurrenten im Mobilfunksegment zu behindern, etwa durch Verkaufsverbote. Außerdem lägen Beschwerden vor, wonach Motorola essenzielle Patente nicht nach fairen finanziellen Bedingungen ohne Diskriminierung lizenziere.

Laut Wall Street Journal muss sich Google schriftlich dazu verpflichten, die Vorwürfe zu beseitigen. Google habe zwar bereits einige der Beschwerden mit Änderungen korrigiert, den Kartellwächtern in den USA gehen die ersten Korrekturen aber nicht weit genug.

Larry Page lenkt ein

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    09.-13.01.2023, virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Den finalen Entwurf der Vereinbarung will die FTC im Laufe dieser Woche veröffentlichen. Änderungen seien noch möglich, so das Wall Street Journal. Larry Page selbst habe bei den Gesprächen mit der FTC eingelenkt, nachdem die US-Handelskommission abermals mit einem Kartellverfahren gedroht hat.

Auch in Europa werden Google unlautere Geschäftspraktiken vorgeworfen. Die EU prüft dort die Vorwürfe unter anderem von Microsoft. Während Googles Marktanteil in den USA schätzungsweise bei etwa 65 Prozent liegt, wird er in Europa auf über 95 Prozent geschätzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Oliver Blume
VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu

VWs Ingenieure müssen den Trinity neu planen, weil das Design bei der Konzernspitze durchgefallen ist. Zudem gibt es eine neue Softwarestrategie.

Oliver Blume: VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu
Artikel
  1. Bedenken zu Microsoft 365: Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden
    Bedenken zu Microsoft 365
    Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden

    Bei den Gesprächen könnte herauskommen, dass Microsoft 365 nicht mehr verwendet werden darf.

  2. Smart-TV: Google veröffentlicht Android TV 13
    Smart-TV
    Google veröffentlicht Android TV 13

    Bisher haben die meisten Smart-TVs und Streaminggeräte mit Googles TV-Betriebssystem noch nicht einmal ein Update auf Android TV 12 erhalten.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /