US-Handelsboykott: Ausnahmeregelung für Geschäfte mit Huawei erneut verlängert
Huawei bekommt einen weiteren Aufschub, diesmal für 45 Tage. Dadurch sollen betroffene Kunden mehr Zeit erhalten, ihre Geschäfte auf Produkte anderer Hersteller umzustellen, erklärte das US-Handelsministerium(öffnet im neuen Fenster). Der neue Aufschub gilt bis zum 1. April 2020.
Die USA hatten Huawei im Mai vergangenen Jahres auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Die Ausnahmegenehmigung zur Weiterführung bestimmter Geschäfte wurde seither mehrfach verlängert, zuletzt Mitte November 2019 um 90 Tage.
Der US-Regierung geht es dabei auch darum, mögliche Ausfälle bei kleineren amerikanischen Mobilfunk-Anbietern in ländlichen Gegenden zu vermeiden, die ihre Netze mit Sendetechnik von Huawei bestückt hatten. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Huawei weiterhin Updates für die Smartphones erhält, die mit Googles Betriebssystem Android laufen.
Keine neuen Huawei-Smartphones mit Google-Diensten
Weiterhin erhält Huawei keine neuen Lizenzen für Google-Dienste, so dass etwa das Mate 30 Pro ohne die typischen Google-Apps wie Play Store, Maps oder Youtube ausgeliefert wird. Daher arbeitet Huawei derzeit daran, für beliebte Apps eigene Alternativen zu entwickeln, wie eine eigene Karten-App.
Der chinesische Konzern Huawei ist der führende Ausrüster von Mobilfunknetzen und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Das Unternehmen muss sich in den USA derzeit vor Gericht verantworten. Das Justizministerium hatte die Anklage am Donnerstag nochmal verschärft. Die USA werfen Huawei unter anderem Verstöße gegen das Sanktionsrecht, Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und Spionage im Auftrag der chinesischen Regierung vor.
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