Abo
  • Services:

US-Grenzkontrolle: Durchsuchung elektronischer Geräte wird leicht eingeschränkt

US-Grenzbeamte dürfen künftig nur noch bei einem begründeten Verdacht ein Mobilgerät sehr genau untersuchen. Eine neue Regelung schränkt ihre Befugnisse etwas ein. Einen Durchsuchungsbeschluss, wie ihn die Bürgerrechtsorganisation ACLU gern hätte, brauchen sie aber immer noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
CBP-Beamter: deutlicher Anstieg bei der Durchsuchung elektronischer Geräte
CBP-Beamter: deutlicher Anstieg bei der Durchsuchung elektronischer Geräte (Bild: John Moore/Getty Images)

Daten in der Cloud sind tabu, Daten dürfen nur in besonderen Fällen gespeichert werden: Der US-Grenzschutz Customs and Border Protection (CBP) hat die Regeln für die Prüfung von mobilen Geräten bei der Einreise in die USA angepasst. Bürgerrechtlern geht dies jedoch nicht weit genug.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Beamten dürfen weiterhin nach dem Passwort für ein mobiles Gerät fragen und einen Blick auf die darauf gespeicherten Daten sowie die installierten Apps werfen. Die Daten dürfen jedoch nicht eingehend analysiert oder von dem Gerät kopiert werden. Das ist nur bei einem begründeten Verdacht auf illegale Aktivitäten oder einer Bedrohung der nationalen Sicherheit erlaubt.

Die Datenverbindung muss ausgeschaltet sein

Zudem beschränkt die neue Vorschrift den Zugriff auf Daten auf dem Gerät selbst. Überprüft werden darf nur, was bei abgeschalteter Datenverbindung zugänglich ist. Daten, die bei einem Cloud-Dienst abgelegt sind, dürfen nicht überprüft werden.

Die Zahl der Durchsuchungen von Mobilgeräten bei der Einreise ist stark gestiegen. So prüften CBP-Beamte 2017 über 30.000 Geräte, im Jahr davor waren es knapp über 19.000. Die Angaben beziehen sich jeweils auf das Geschäftsjahr, das am 30. September endet. Von den Überprüfungen waren laut CBP 0,007 Prozent der über 397 Millionen Einreisenden betroffen.

Der ACLU geht die Regelung nicht weit genug

Es war die erste Anpassung der 2009 eingeführten Regeln für die Handhabung elektronischer Geräte an US-Grenzen. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hält sie für einen Fortschritt, wenn auch nur einen kleinen.

Es sei positiv, dass die Beamten zumindest einen gewissen Verdacht haben müssten, bevor sie "kopieren und das Gerät eines Reisenden mit elektronischen Mitteln durchsuchen", sagt Neema Singh Guliani, Rechtsberaterin der ACLU. "Allerdings bleibt diese Regelung immer noch weit hinter dem zurück, was die Verfassung verlangt: einen Durchsuchungsbeschluss aus einem glaubhaften Anlass."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€
  2. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)
  3. 17,49€
  4. 3,99€

Lemo 08. Jan 2018

Wtf :D wer sagt das und wieso sollte das so sein? Die sind ja in der iCloud drin, aber...

FreiGeistler 08. Jan 2018

Hättest du zumindest in Europa nicht müssen dürfen.

chefin 08. Jan 2018

Der Fisch stinkt in der USA aber leider vom Kopf an. Sonst wäre das ja peanuts, man...


Folgen Sie uns
       


Golem.de bastelt, spielt und entdeckt Nintendo Labo

Nintendo Labo soll mehr sein als eine neue Videospielmarke. Auf dem Anspiel-Event in Hamburg haben wir gebastelt, gespielt und die Funktionsweise von Karton-Klavier bis Robo-Rucksack erkundet.

Golem.de bastelt, spielt und entdeckt Nintendo Labo Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /