US-Geheimdienst: "Wir hacken überall und jeden"

Obama hat eine Liste für Cyberwar-Ziele im Ausland zusammenstellen lassen. Einer seiner Geheimdienstagenten sagt offen, dass es im Hinblick auf IT-Angriffe auf Gegner zwischen den USA und China keinen Unterschied gebe.

Artikel veröffentlicht am ,
Obama spricht über das NSA-Programm Prism.
Obama spricht über das NSA-Programm Prism. (Bild: Kevin Lamarque/Reuters)

US-Präsident Barack Obama hat seine Geheimdienste angewiesen, eine Liste von Zielen für Cyberangriffe im Ausland zusammenzustellen. Das geht aus einem Geheimpapier des US-Abhörgeheimdienstes NSA hervor, das die britische Tageszeitung Guardian veröffentlicht hat.

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Die 18-seitige Presidential Policy Directive 20 wurde im Oktober 2012 erlassen und war bislang unveröffentlicht. Sogenannte Offensive Cyber Effects Operations (OCEO) könnten "auch ohne Vorwarnung erfolgen" und "subtile bis schwere Schäden" bei den Angegriffenen hervorrufen.

Die Direktive erwägt auch Cyberangriffe innerhalb der USA, diese unterliegen aber - außer in Notfällen - der direkten Zustimmung Obamas.

Eine Geheimdienstquelle sagte dem Guardian, dass die Beschwerden der USA über Cyberangriffe des neuen Hauptrivalen China heuchlerisch seien. "Wir hacken überall und jeden. Wir möchten, dass ein Unterschied zwischen uns und den anderen gemacht wird. Aber wir sind in fast jedem Land der Welt aktiv." Die USA liebten es, China international öffentlich bloßzustellen für etwas, "das wir jeden Tag tun."

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Ein Teil der Direktive war im Januar 2013 veröffentlicht worden, nicht aber die Anweisung zur Schaffung einer Liste potenzieller Angriffsziele.

Flame aus den USA

Die Cyberwaffe Flame wurde von den USA und Israel entwickelt. Das berichtete die Washington Post im Jahr 2012 unter Berufung auf westliche Regierungsvertreter, die Kenntnis über Cyberwar-Aktivitäten haben. Flame sei wie Stuxnet gegen den Iran eingesetzt worden, um die Atomwaffenpläne des Regimes zu behindern. Beteiligt waren die US-Geheimdienste NSA und CIA und das israelische Militär.

Laut Kaspersky ist Flame in der Lage, Screenshots anzufertigen und Audioaufnahmen über ein Mikrofon im Computer zu erstellen und an die Angreifer zu senden. Die Software kann auch Dateien ausspähen. Flame soll seit März 2010 zum Einsatz kommen, wurde aber jahrelang von keiner Sicherheitssoftware entdeckt. Der Umfang der Codes von Flame sei 20-mal größer als der von Stuxnet.

Flame verbreitete sich über Microsofts Updatefunktion. Mikko Hypponen, Sicherheitsexperte bei F-Secure, glaubt deshalb, dass Microsoft von US-Geheimdiensten unterwandert ist.

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Anonymer Nutzer 19. Jun 2013

seitens der USA initiieren kann, benannt. Gut dass andere Länder nicht so sind wie die...

sofias 18. Jun 2013

tut der thread im grabe beben, gab ein necromant ihm leben.

Gobi 11. Jun 2013

Ich denke: alle spionieren überall wo sie können! Ich meine: dass wir dieses nicht...

Wakarimasen 11. Jun 2013

Es gibt da so ein Gerücht das Amerika Terror Anschläge in Auftrag gibt und kontakt mit Al...



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