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US-Flugaufsichtsbehörde: FAA setzt KI-System für Flugsicherung ein

Vertreter von Fluggesellschaften sehen starke Verbesserungsmöglichkeiten für den Flugverkehr, wenn das KI-System funktioniert wie vorgesehen.
/ Mike Faust
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Das KI-System der FAA soll Verzögerungen im Betriebsablauf reduzieren können. (Bild: Brandon Bell/Getty Images)
Das KI-System der FAA soll Verzögerungen im Betriebsablauf reduzieren können. Bild: Brandon Bell/Getty Images

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA setzt als Reaktion auf schwere Flugunfälle Anfang des Jahres 2025 verstärkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz. Wie Politico berichtet(öffnet im neuen Fenster), investiert die Behörde im Rahmen eines Modernisierungsprogramms in ein KI-gestütztes System namens Smart, das von der Softwarefirma Air Space Intelligence entwickelt wird.

Das Tool soll Wetterentwicklungen und Engpässe auf Flughäfen frühzeitig vorhersagen, um Verzögerungen im Betriebsablauf zu verhindern. Die Ankündigung löste bei den Fluggesellschaften zunächst Bedenken aus, dass die automatischen Empfehlungen zu mehr Flugstornierungen und Umbuchungen führen könnten, was erhebliche Kosten verursachen würde.

Trotz wöchentlicher Treffen über einen Zeitraum von drei Monaten bemängelten Vertreter der Airlines, dass die FAA detaillierte Fragen zur konkreten Umsetzung unbeantwortet gelassen habe, und bezweifelten die Einsatzbereitschaft der Technologie.

Direkter Dialog mit Fluggesellschaften

Daraufhin kündigte die FAA an, einen methodischen Rollout durchzuführen und den Anwendungsbereich des Tools zunächst einzugrenzen. In einer rund 90-tägigen ersten Testphase liege der Schwerpunkt darauf, die Genauigkeit der Vorhersagen gemeinsam mit den Airlines zu testen, ohne dabei neue Abläufe für die Fluglotsen einzuführen, hieß es weiter.

Um die Bedenken zu entschärfen, suchte die FAA-Führung den direkten Dialog mit den Fluggesellschaften. Am 10. September 2026 traf sich Bryan Bedford, Leiter der FAA, persönlich mit den CEOs von Fluggesellschaften, um die Funktionsweise der KI zu erläutern.

Politico zufolge zeigten sich einige CEOs, etwa Scott Kirby von United Airlines, im Anschluss vorsichtig optimistisch. Kirby erklärte demnach, dass das System, sofern es wie vorgesehen funktioniere, Verzögerungen effektiver reduzieren könne als jede Maßnahme der letzten Jahrzehnte.

Die Flugsicherung der USA ist stark sanierungsbedürftig, die Systeme in US-Flughäfen sind noch immer mit Hardware der 80er und 90er Jahre ausgestattet. Zudem benötigt die FAA dringend Personal und wirbt zu diesem Zweck gezielt Gamer an.


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