US-Embargo: Huawei muss "drittklassige" Komponenten verwenden

Aufgrund des anhaltenden US-Embargos muss Huawei künftig verstärkt auf schlechtere Teile setzen. Außerdem könnte das Geschäft weiter rationalisiert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Geräte wie das P40 Pro könnten in dieser Form künftig nicht mehr möglich sein.
Geräte wie das P40 Pro könnten in dieser Form künftig nicht mehr möglich sein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Huawei-Gründer Ren Zhengfei hat in internen Gesprächen angekündigt, dass das Unternehmen künftig "erstklassige Produkte" mit "drittklassigen Komponenten" bauen muss. Grund dafür sind die anhaltenden US-Sanktionen, die bei Huawei unter anderem die eigene Chipproduktion zum Erliegen bringt. Das berichtet die South China Morning Post.

Stellenmarkt
  1. Facility Technology Solution Lead (m/f/x)
    Autodoc AG, Berlin, Szczecin (Polen), Cheb (Tschechische Republik)
  2. Business Controlling Analyst (m/w/d)
    PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim
Detailsuche

Zudem ist es für Huawei unmöglich, hochwertige Komponenten auf dem Weltmarkt zu kaufen. Dadurch läuft das Unternehmen Gefahr, seine eigenen Produkte nicht mehr wie geplant produzieren zu können. Entsprechend müssten Teile ausgetauscht werden und es müsse versucht werden, die Defizite durch verbesserte Algorithmen auszugleichen.

Ren spricht zudem an, dass Huawei unter Umständen Absatzmärkte und dort lebenden Kunden aufgeben müsse. Auch manche Produktkategorien könnten in Zukunft nicht zu halten sein, solange die Sanktionen der USA anhalten.

Viertes Quartal 2020 sah düster aus

Huawei konnte sich bislang noch auf gute Verkaufszahlen im Heimatmarkt China verlassen, nachdem das Smartphone-Geschäft in Übersee eingebrochen ist. Grund dafür dürfte der Umstand sein, dass Huawei keine Google-Apps mehr verwenden darf. Im vierten Quartal 2020 kam der chinesische Hersteller mit einem Wachstumseinbruch von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal nur noch auf den siebten Platz der weltweiten Smartphone-Verkäufe. Verglichen mit dem dritten Quartal weist Huawei einen Wachstumseinbruch von 35 Prozent auf.

Golem Akademie
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
  2. Cloud Transformation Roadmap: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die neue US-Regierung unter Präsident Joseph Biden hat bislang keine Anstalten gemacht, die Restriktionen gegenüber Huawei aufzuheben. Im Gegenteil: Aktuell gebe es keinen Grund, Huawei und andere chinesische Unternehmen von den Beschränkungslisten zu nehmen, wie das Handelsministerium Anfang Februar 2021 mitteilte.

Vor kurzem soll Huawei bereits seinen Zulieferern mitgeteilt haben, im Jahr 2021 weniger als die Hälfte an Komponenten zu benötigen, die das Unternehmen im Jahr 2020 bestellt hatte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Digitalisierung
500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer leistungsfähig und gut nutzbar
Artikel
  1. Krypto-Währung: El Salvador nutzt Talfahrt des Bitcoin für großen Ankauf
    Krypto-Währung
    El Salvador nutzt Talfahrt des Bitcoin für großen Ankauf

    Die selbsternannte Bitcoin-Nation El Salvador hat die aktuelle Schwäche der Währung ausgenutzt und eingekauft - offenbar am Smartphone.

  2. Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
    Bundesservice Telekommunikation
    Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

    Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.

  3. Radeon RX 6500 XT: Diese Karte hätte es früher(TM) nie gegeben
    Radeon RX 6500 XT
    Diese Karte hätte es früher(TM) nie gegeben

    In Zeiten irrer Grafikkarten-Preise wird ein winziger Laptop- als überteuerter Gaming-Desktop-Chip verkauft. Eine ebenso perfide wie geniale Idee.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /