US-Embargo: Huawei muss "drittklassige" Komponenten verwenden

Aufgrund des anhaltenden US-Embargos muss Huawei künftig verstärkt auf schlechtere Teile setzen. Außerdem könnte das Geschäft weiter rationalisiert werden.

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Geräte wie das P40 Pro könnten in dieser Form künftig nicht mehr möglich sein.
Geräte wie das P40 Pro könnten in dieser Form künftig nicht mehr möglich sein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Huawei-Gründer Ren Zhengfei hat in internen Gesprächen angekündigt, dass das Unternehmen künftig "erstklassige Produkte" mit "drittklassigen Komponenten" bauen muss. Grund dafür sind die anhaltenden US-Sanktionen, die bei Huawei unter anderem die eigene Chipproduktion zum Erliegen bringt. Das berichtet die South China Morning Post.

Zudem ist es für Huawei unmöglich, hochwertige Komponenten auf dem Weltmarkt zu kaufen. Dadurch läuft das Unternehmen Gefahr, seine eigenen Produkte nicht mehr wie geplant produzieren zu können. Entsprechend müssten Teile ausgetauscht werden und es müsse versucht werden, die Defizite durch verbesserte Algorithmen auszugleichen.

Ren spricht zudem an, dass Huawei unter Umständen Absatzmärkte und dort lebenden Kunden aufgeben müsse. Auch manche Produktkategorien könnten in Zukunft nicht zu halten sein, solange die Sanktionen der USA anhalten.

Viertes Quartal 2020 sah düster aus

Huawei konnte sich bislang noch auf gute Verkaufszahlen im Heimatmarkt China verlassen, nachdem das Smartphone-Geschäft in Übersee eingebrochen ist. Grund dafür dürfte der Umstand sein, dass Huawei keine Google-Apps mehr verwenden darf. Im vierten Quartal 2020 kam der chinesische Hersteller mit einem Wachstumseinbruch von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal nur noch auf den siebten Platz der weltweiten Smartphone-Verkäufe. Verglichen mit dem dritten Quartal weist Huawei einen Wachstumseinbruch von 35 Prozent auf.

Die neue US-Regierung unter Präsident Joseph Biden hat bislang keine Anstalten gemacht, die Restriktionen gegenüber Huawei aufzuheben. Im Gegenteil: Aktuell gebe es keinen Grund, Huawei und andere chinesische Unternehmen von den Beschränkungslisten zu nehmen, wie das Handelsministerium Anfang Februar 2021 mitteilte.

Vor kurzem soll Huawei bereits seinen Zulieferern mitgeteilt haben, im Jahr 2021 weniger als die Hälfte an Komponenten zu benötigen, die das Unternehmen im Jahr 2020 bestellt hatte.

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