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US-Druck: Keine chinesischen Speicherchips für Apple trotz globaler Lieferengpässe

Die US-Regierung lehnt den Einsatz chinesischer Speicherchips in Apple-Produkten ab: Trotz massiver Engpässe und anhaltender Preisstreitigkeiten mit heimischen Herstellern wie Micron.
/ Achim Sawall
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US-Handelsminister Howard Lutnick (rechts) und Tim Cook, CEO von Apple, am 13. August 2026 bei einer Führung durch Apples neues Advanced Manufacturing Center (AMC) in Houston, Texas (Bild: REUTERS/Georgina McCartney)
US-Handelsminister Howard Lutnick (rechts) und Tim Cook, CEO von Apple, am 13. August 2026 bei einer Führung durch Apples neues Advanced Manufacturing Center (AMC) in Houston, Texas Bild: REUTERS/Georgina McCartney

Die Trump-Regierung spricht sich dagegen aus, dass Apple Speicherchips aus China bezieht. Das sagte US-Handelsminister Howard Lutnick laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster). "Die Trump-Regierung ist nicht dafür", meinte Lutnick nach einem Besuch in einer Apple-Fabrik in Houston. Es müsse "andere Lösungen für das Speicherproblem geben, aber es ist nicht gut, wenn amerikanische Unternehmen auf chinesische Speicher zurückgreifen".

Laut Insidern testet Apple Speicherchips der chinesischen Unternehmen CXMT und YMTC, um sie in Produkten zu verwenden, die in China verkauft werden. CXMT (Changxin Memory Technologies) stellt DRAM-Speicherchips her, die als Arbeitsspeicher für PCs, Server und Smartphones dienen. YMTC (Yangtze Memory Technologies Corp) produziert NAND-Flash-Speicherchips für SSDs, SD-Karten und internen Smartphone-Speicher.

CXMT hat sich mittlerweile als weltweit viertgrößter DRAM-Hersteller etabliert und stellt DDR5- und LPDDR5-Speicher her. Der Produzent erweitert zudem aktuell seine Fertigungskapazität massiv aus. Analysten erwarten, dass CXMT 2027 über fast 14 Prozent der weltweiten DRAM-Fertigungskapazität verfügen könnte.

HP und Acer setzen bereits auf CXMT

Das Wall Street Journal berichtete zuvor, dass die Notebook-Hersteller HP und Acer in ihren außerhalb der USA verkauften Geräten Speicherchips von CXMT verbauen.

US-amerikanische Regierungsbestimmungen verpflichten dortige Unternehmen, eine Lizenz zu erwerben, bevor sie Produktinformationen an CXMT und YMTC geben. Die chinesischen Chiphersteller bräuchten diese Informationen, um kundenspezifische Chips für Apple herzustellen. Apple kann jedoch auch Standardbauteile beziehen.

Apples Chief Operating Officer, Sabih Khan, hatte am 13. August 2026 nicht bestätigt, dass Apple chinesische Speicherchips testet. Angesichts des massiven Lieferengpasses sagte er jedoch: "Wir müssen alle Optionen prüfen". Laut Khan gebe es beim Speicher "kaum Anpassungsmöglichkeiten".

Micron will Apple unter Druck setzen

Der US-Konzern Micron Technology forderte die Trump-Regierung sogar auf, Apple die Verwendung chinesischer Chips zu untersagen. Das Unternehmen argumentiert, ein solcher Schritt würde die heimische Produktion beeinträchtigen und das propagierte Ziel der Regierung, die Halbleiterproduktion in die USA zurückzuverlagern, gefährden.

Apple und Micron geben sich gegenseitig die Schuld an den hohen Speicherpreisen: Apple kritisiert die aktuelle Preispolitik, Micron beklagte Apples Preisdruck während der letzten Überangebotsphase.


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