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Auf Wiedersehen, Microsoft Office 365

Microsoft 365 war meine wichtigste Abhängigkeit. Dort befinden sich all meine E-Mails, einschließlich der Verlaufsdaten, die ich gesetzlich aufbewahren muss, mein Kalender und die meisten meiner wichtigen Dateien, die ich gesetzlich langfristig aufbewahren muss. Der Zugriff auf diese Dienste darf nicht verloren gehen.

Mit der Nutzerfreundlichkeit von Microsoft 365 hatte ich schon lange meine Probleme, besonders mit Onedrive für Mac, das ständig meinen Akku belastete und meine CPU überhitzte. Dadurch wurde der Wechsel noch attraktiver.

Ich habe mich deshalb auf die Suche nach einer All-in-One-Lösung gemacht: E-Mail, Kalender und Speicherplatz – vor allem, weil das einfacher ist, aber auch, weil ich nicht für alles separat bezahlen möchte. Letztendlich habe ich mich für Proton entschieden.

Ich hatte von Proton Mail als auf Datenschutz ausgerichtetem, hochverschlüsseltem E-Mail-Anbieter gehört, mich aber nicht genauer damit beschäftigt, da ich keinen echten Bedarf dafür hatte und davon ausging, dass dies auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit und des Preises gehen würde.

Doch die Proton-Software hat mich positiv überrascht. Die Apps sind gut gemacht und sehr benutzerfreundlich – die Nutzererfahrung ist sogar besser als bei Microsoft. Es ist beeindruckend, wie gut alles funktioniert, ohne dass die Privatsphäre leidet.

Die Proton Business Suite mit 1 TByte für E-Mail, Kalender, VPN, Pass und Drive kostet nur 12,99 Euro pro Monat (die Nicht-Business-Variante kostet 9,99 Euro). Und genau wie Microsoft 365 bietet sie umfassende Unterstützung für Teams.

An Proton hat mich außerdem beeindruckt, wie einfach der Wechsel von Microsoft 365(öffnet im neuen Fenster) war. Das Easy-Switch-Tool(öffnet im neuen Fenster) hat den gesamten Datenimport mit nur wenigen Klicks für mich übernommen. Ich musste lediglich die DNS für meine Domains manuell aktualisieren. Als Bonus ermöglicht Proton die Einrichtung von 15 benutzerdefinierten E-Mail-Domains, so dass ich all meine separaten E-Mail-Hostings kündigen und alle meine Postfächer zentralisieren kann.

Ein weiterer Bonus: Der Proton Business Plan beinhaltet ein VPN. Weil ich nur sehr selten eines brauche, hat sich ein Abonnement nie gelohnt, daher ist das ein netter Zusatzvorteil.

Bitwarden ersetzen

Beim Passwort-Manager habe ich einen Wechsel lange vor mir hergeschoben. Bitwarden, das ich über vier Jahre lang benutzt habe, war trotz einiger Probleme mit der Benutzerfreundlichkeit ein wichtiger Bestandteil meiner Toolbox.

Aber ich wollte ja unbedingt Clouddienste vermeiden, und so habe ich mich nach einem Ersatz umgesehen. Zwar sind meine Tresore verschlüsselt, aber sie werden eben doch von Bitwarden gehostet und das Unternehmen kann meinen Zugriff nach eigenem Ermessen einschränken.

Das Naheliegendste war Proton Pass(öffnet im neuen Fenster) , da es im Paket der Proton Business Suite enthalten war. Wenn schon 1Password-Benutzer umstiegen(öffnet im neuen Fenster) , musste es gut sein.

Und tatsächlich ist es das auch. Es bietet alle Funktionen, die ich in Bitwarden genutzt habe, und noch mehr: Die für mich besten Zusatzfunktionen sind die Freigabe von Passwörtern über einen Link und die Rückkehr des Drop-down-Menüs für die Anmeldung in Anmeldeformularen. Wie sehr habe ich das vermisst!

Die Migration war sogar noch einfacher als bei E-Mails: einfach in Bitwarden exportieren und in Proton Pass importieren, fertig. Selbst TOTP-Codes und sichere Notizen werden nahtlos übertragen.


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