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Masken von Donald Trump und Hillary Clinton
Masken von Donald Trump und Hillary Clinton (Bild: Tomohiro Ohsumi/Getty Images)

Mögliche 'Desinformationskampagne der Russen'

Unklar ist auch die Rolle Russlands. Schon nach den ersten Berichten kritisierten einzelne Sicherheitsforscher die dünne Faktenlage, auf dessen Basis Crowdstrike den Angriff mit russischen, möglicherweise sogar staatlich gesponserten Hackergruppen in Verbindung brachte. Guccifer 2.0 macht sich über die Analyse des Unternehmens lustig: Er sei erfreut, dass sie ihm so viele Fähigkeiten zusprechen, tatsächlich aber sei der Angriff "sehr, sehr einfach" gewesen. Er frage sich, wie viele Angreifer in der Zeit außer ihm wohl noch Zugriff hatten.

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Die Analysten von Crowdstrike dagegen bestätigten noch einmal ihren Befund und die ihrer Meinung nach offensichtlichen Spuren nach Russland. Zumindest kleine Details finden sich auch in den von Guccifer 2.0 veröffentlichten Dateien: An einigen Stellen in den Dokumenten tauchen kyrillische Fehlermeldungen auf, was darauf hindeuten könnte, dass die Dokumente von einer russischsprachigen Person editiert und abgespeichert wurden. Ein stichhaltiger Beweis ist das nicht.

Ein Sprecher des DNC geht noch weiter: "Unsere Experten sind davon überzeugt, dass es sich bei dem Angriff um Hacker der russischen Regierung handelt". Das neue Bekennerschreiben könnte eine "Desinformationskampagne der Russen" sein, heißt es weiter. Anders gesagt: Guccifer 2.0 könnte nur von den ursprünglichen Ergebnissen und von den Spuren nach Russland ablenken.

Trump: Das DNC war es selbst

Der Fall zeigt, wie schwer es immer noch ist, Hackerangriffe genau zurückzuverfolgen. Einzelne Malware, die von bestimmten Gruppen genutzt wird, kann ebenso irreführend sein wie Bekennerschreiben mutmaßlicher Täter. In Zeiten, in denen Hackerangriffe immer öfter auch politische Akteure betreffen, stehen Rolle und Absicht der Angreifer häufig ebenso im Mittelpunkt wie die tatsächlich gestohlenen Daten - dass die Server der US-Demokraten überhaupt mindestens ein Jahr lang angreifbar waren, geht in der Diskussion nahezu völlig unter.

Neben einem einzelnen Angreifer und der Beteiligung russischer Gruppen gibt es übrigens noch ein drittes Szenario. Es kommt, wie könnte es anders sein, aus dem Lager von Donald Trump: "Wir glauben, dass DNC hat sich selbst 'gehackt' um von den vielen Problemen der Partei und ihrer verfehlten Spitzenkandidatin abzulenken", heißt es in einer Pressemitteilung.

 US-Demokraten: Na, wer hat sie nun gehackt?

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non_sense 19. Jun 2016

Selbst in amerikanischen Medien finde ich kaum was. Da gibt es mal Meldungen, dass...



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