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US-Cyberbehörde: Iranische Hacker stecken wohl hinter Angriffen auf US-Wasserwerke

Nach einer Angriffswelle auf mehr als 30 kommunale Wasserversorger in Minnesota warnt die US-Behörde Cisa vor Zugriffen auf Steuerungstechnik.
/ Andreas Donath
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Wasserhähne (Symbolbild) (Bild: Pexels)
Wasserhähne (Symbolbild) Bild: Pexels

Die US-Cybersicherheitsbehörde Cisa beobachtet laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) deutlich mehr Angriffe auf Technik, die Wasser- und Abwasseranlagen am Laufen hält. Der Rat an die Betreiber(öffnet im neuen Fenster): Die Anlagen gehören aus dem öffentlichen Internet genommen, und zwar schnell.

Die Warnung kam zwei Tage, nachdem Minnesota IT Services meldete, dass am 26. und 27. Juli mehr als 30 kommunale Wasserversorger im Bundesstaat getroffen worden seien. Die Behörde erklärte, es habe sich um einen koordinierten Angriff gehandelt und nicht um vereinzelte Testzugriffe.

Am 30. Juli ergänzte das FBI(öffnet im neuen Fenster), dass Versorger aus mindestens sieben Bundesstaaten Meldungen bei der Bundespolizei eingereicht hätten. Ein Teil der gemeldeten Aktivitäten habe den Wasserbetrieb beeinträchtigt, die betroffenen Systeme nannte die Behörde allerdings nicht.

Laut Cisa änderten die Angreifer in einigen Fällen Passwörter und sperrten die Betreiber so aus ihren eigenen Leitständen aus. Zudem trennten sie Geräte vom Netz. Zu den Folgen zählten Berichten zufolge Abkochgebote für Trinkwasser und längere Phasen im Handbetrieb.

Nicht namentlich genannte Betroffene berichteten dem FBI von mancherorts weiterreichenden Auswirkungen, unter anderem mit Druckverlust und Überflutungen. Diese Angaben sind bislang nicht unabhängig bestätigt, die Ermittler sichten sie offenbar noch.

Behörden in Minnesota erklärten, die Sicherheit des Trinkwassers sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. In mehreren Fällen seien Systeme schlicht abgeschaltet und von Hand zurückgesetzt worden, bis Techniker sie als sauber eingestuft hätten.

Die meisten bestätigten Fälle in Minnesota betrafen Technik zur Fernüberwachung und Fernsteuerung der Anlagen. Dazu gehören speicherprogrammierbare Steuerungen, kurz SPS, sowie die daran angeschlossenen Bedienpanels.

John Israel, Chief Information Security Officer des Bundesstaats Minnesota, sagte, man habe die eigenen Erkenntnisse an Bundesbehörden übergeben. Diese ordnen die Vorfälle in einen größeren nationalen Zusammenhang ein und sind für die Zuordnung der Täter zuständig.

Was die US-Ermittlungen bisher nahelegen

Die Ermittler halten Hacker mit Verbindungen zum Iran für die wahrscheinlichen Urheber, wie die New York Times am Donnerstag berichtete.

Neu ist das iranische Interesse an der US-Wasserinfrastruktur nicht. Verschiedene Gruppen wurden mit einer Reihe von Vorfällen bei amerikanischen Organisationen in Verbindung gebracht, darunter der Medizintechnikhersteller Stryker und die Verkehrsbehörde des Los Angeles County im März.

Cynthia Kaiser, früher hochrangige Cybersicherheitsbeamtin beim FBI und heute Managerin beim Sicherheitsunternehmen Halcyon, sagte, die Kampagne in Minnesota setze sehr wahrscheinlich frühere iranisch geprägte Angriffe auf SPS fort. Bundesbehörden beschrieben dieses Muster im April in einer gemeinsamen Warnmeldung.


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