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US-Chip-Riese: AMD will knapp 1.000 Arbeitsplätze abbauen

AMD plant einen Stellenabbau von vier Prozent und richtet den Fokus auf KI und Rechenzentren, während die Gaming-Sparte zurückfällt.
/ Przemyslaw Szymanski
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Der geplante Stellenabbau ist Teil der Ausrichtung der Ressourcen auf größere Wachstumschancen. (Bild: Photo by PAU BARRENA/AFP via Getty Images)
Der geplante Stellenabbau ist Teil der Ausrichtung der Ressourcen auf größere Wachstumschancen. Bild: Photo by PAU BARRENA/AFP via Getty Images

AMD plant nach den gemischten Geschäftszahlen im dritten Quartal einen Stellenabbau von knapp vier Prozent. Das teilte der US-amerikanische Konzern Wccftech(öffnet im neuen Fenster) mit, nachdem auf einschlägigen Internetseiten wie TheLayoff.com(öffnet im neuen Fenster) diesbezüglich bereits erste Hinweise aufgetaucht waren.

Über die genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiter machte AMD keine Angaben. Geht man jedoch von den rund 26.000 Mitarbeitern aus, die der Konzern im vergangenen Jahr an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) gemeldet hatte(öffnet im neuen Fenster) , könnte der Stellenabbau etwa 1.000 Mitarbeiter betreffen.

Bislang ist nur sicher, dass die Entlassungen "Teil der Angleichung unserer Ressourcen an unsere größten Wachstumschancen" sind. Dazu gehöre zum Bedauern des US-Konzerns eine "Reduzierung unserer globalen Belegschaft um etwa 4 Prozent" . AMD versicherte allerdings, betroffene Mitarbeiter mit Respekt zu behandeln und ihnen bei diesem Übergang zu helfen.

Gaming-Sparte deutlich eingebrochen

Aus welchen Abteilungen die entlassenen Mitarbeiter kommen werden, lässt sich derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen. Es dürfte sich jedoch höchstwahrscheinlich um Mitarbeiter aus der Gaming-Sparte handeln, die den jüngsten Quartalszahlen nach einen Einbruch von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete.

Dementsprechend möchte sich AMD laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) künftig auf die Entwicklung von Chips für künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren konzentrieren. Besonders der Geschäftsbereich Rechenzentren erwies sich dabei als Umsatztreiber und wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 122 Prozent.

Insgesamt machte AMD im dritten Quartal 2024(öffnet im neuen Fenster) einen Umsatz von 6,8 Milliarden US-Dollar – 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 5,8 Milliarden US-Dollar. Der Netto-Gewinn stieg von 299 auf 771 Millionen US-Dollar an.

AMD setzt auf kommende KI-Chips

Beim Thema KI setzt AMD große Hoffnungen auf seinen neuen Chip MI325X , dessen Massenproduktion laut Reuters noch im vierten Quartal 2024 anlaufen soll. Während einer Telefonkonferenz mit Investoren zu den Quartalsergebnissen gab sich AMD-CEO Lisa Su laut Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) zuversichtlich, dass die zukünftigen Chips von AMD mit denen von Nvidia in hohem Maße konkurrenzfähig sein werden.

Nvidia ist derzeit im Bereich KI-Chips der unangefochtene Marktführer. Nicht zuletzt aufgrund des KI-Booms, der die Nachfrage nach Hochleistungs-Chips enorm antreibt, entwickelte sich der US-Chiphersteller zur wertvollsten Firma aller Zeiten. Dieser Vorsprung stellt für Konkurrenten wie AMD und Intel, die mit Nvidia konkurrieren, eine große Herausforderung dar.


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