US-Chip-Beschränkungen: Tech-Aktien stürzen weltweit ab

Aussagen von Trump zur Verteidigung von Taiwan und ein Gerücht(öffnet im neuen Fenster) , dass die aktuelle US-Regierung von Biden weitere Sanktionen gegenüber China einführen könnte, ließen die Aktien vor allem von Chipfirmen abstürzen. Die mögliche Maßnahme der Regierung Biden hat Investoren in die Halbleiterindustrie offenbar beeinflusst und zu einem Ausverkauf geführt, wie der britische Guardian berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Der DAX und der französische Aktienindex CAC 40 verzeichneten leichte Rückgänge von 0,3 bzw. 0,1 Prozent. Die negative Stimmung übertrug sich auch auf die US-Futures, so dass der S&P 500 und der Dow Jones Industrial Average mit niedrigeren Eröffnungskursen notierten.
Auch die asiatischen Märkte blieben von den Turbulenzen nicht verschont. Der Nikkei 225 in Tokio fiel um 0,4 Prozent, während der Taiex in Taiwan einen Rückgang von 1 Prozent verzeichnete. Besonders deutlich waren die Auswirkungen auf die Hersteller von Chip-Produktionsanlagen, deren Aktienkurse um 7,5 (Tokyo Electron) bzw. 4,5 Prozent (Disco Corp) fielen.
Die Vereinigten Staaten haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den Zugang Chinas zu modernsten Chips und Fertigungsanlagen zu blockieren, und dies mit nationalen Sicherheitsbedenken begründet.
Auch Trump verunsichert Märkte
Die Marktunsicherheit wurde durch die Kommentare des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu Taiwan noch verstärkt. In einem Interview mit Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) kritisierte Trump die Inselregierung, weil sie seiner Einschätzung nach die USA für ihre Verteidigung zahlen lässt.
Diese Äußerungen verunsicherten die Märkte in Taiwan weiter, wo der Aktienkurs der Taiwan Semiconductor Manufacturing Corp um 2,4 Prozent fiel.