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US-Boykott: Huawei macht allen asiatischen Chipherstellern Kaufzusagen

Huawei hat sich laut Informationen aus Japan seit Jahren auf die Eskalation der Auseinandersetzung mit den USA vorbereitet. Nach der Verhaftung einer Topmanagerin gab es weitreichende Angebote an alle asiatischen Chiphersteller.

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Chips made in Asia
Chips made in Asia (Bild: Huawei/Montage: Golem.de)

Huawei hat sich seit langem auf die Eskalation des Handelskriegs mit den USA vorbereitet. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review aus Branchenkrisen berichtet, wandte sich Huawei nach der Verhaftung seiner Finanzchefin Meng Wanzhou im Dezember 2018 an Unternehmen der Chip-Branche in ganz Asien. Sie sollten die Produktion steigern und die Standards erhöhen, Huawei werde die Produkte dann kaufen. Huawei garantierte potenziellen und aktuellen Lieferanten für die nächsten zwei Jahre Auslastungsraten von bis zu 80 Prozent.

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Einige Zulieferer haben Nikkei Asian Review erklärt, dass Huawei seit Jahren seine eigenen Technologien entwickele, diese aber nicht in großem Umfang eingesetzt habe.

Der Konflikt ist nicht neu: Huawei hatte dreimal versucht, US- amerikanische Technologieunternehmen zu kaufen, was von den US-Behörden mit Verweis auf die nationale Sicherheit blockiert wurde. Dabei handelte es sich um den Netzwerkausrüster 3Com im Jahr 2008, die Motorola-Mobilfunksparte im Jahr 2010 und den Serverentwickler 3Leaf Systems im Jahr 2011. Doch nach dem Amtsantritt Trumps im Januar 2017 eskalierte die Auseinandersetzung.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste.

Laut den Information von Nikkei erhielten Jiangsu Changjiang Electronics Technology, ASE Technology (Chip-Packaging), Siliconware Precision Industries, Powertech Technology, King Yuan Electronics und Unimicron Technology von Huawei den Auftrag, ihre Produktion in China zu erweitern.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., der weltweit größte Auftrags-Chiphersteller, wurde von Huawei gebeten, neue Chips in die Produktion aufzunehmen, um Produkte von Intel und Xilinx zu ersetzen. Win Semiconductors, ein Auftragshersteller von Leistungsverstärkern, optischen Bauteilen und Hochfrequenzkomponenten, erhielt vermehrt Aufträge von HiSilicon Technologies, dem Chip-Design-Bereich von Huawei. MediaTek, ein Konkurrent von Qualcomm und die japanische Firma Murata Manufacturing, hätten ebenfalls Aufträge erhalten, bestätigten mehrere Branchenquellen.

"Wir sehen einen klaren Trend der Abkopplung chinesischer Unternehmen von US-Zulieferern", sagte Scott Lin, Senior Vice President von der taiwanischen WPG Holdings, einem Halbleiter-Distributor Nikkei. Nun, da dies angelaufen sei, gebe es kein Zurück mehr.

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BLi8819 15. Sep 2019

Der Unterschied ist, dass vorher die USA trotzdem mit den Chinesen zusammen gearbeitet...

KingFisherMacD 14. Sep 2019

In so ziemlich jeder renommierten internationalen Publikation.

nille02 14. Sep 2019

Nicht so einfach, da Google Dienste leider von sehr vielen integriert werden. Wenn ich...


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