US-Boykott: Huawei bekommt Probleme bei SD-Karten und Drahtlosnetzen

Durch den Handelsboykott der USA gerät Huawei immer stärker unter Druck: Das chinesische Unternehmen könnte die Möglichkeit verlieren, seine Mobilegeräte nach den gängigen Standards für SD-Karten und Drahtlosnetzwerke zu bauen - oder zumindest mit den entsprechenden Logos zu werben.

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Messestand von Huawei auf dem Mobile World Congress 2017
Messestand von Huawei auf dem Mobile World Congress 2017 (Bild: Lluis Gene/AFP/Getty Images)

Die USA erhöhen den Druck auf Huawei: Nachdem sich in den vergangenen Tagen ein großer Teil der wichtigsten Zulieferer abgewandt hat, muss der chinesische Technologiekonzern nun auch um die Möglichkeit bangen, weit verbreitete technische Standards zu nutzen. Konkret geht es um SD-Karten und Drahtlosnetzwerke. So taucht Huawei nicht mehr auf der Mitgliederliste der SD Association auf. Das ist der Verband, der den Standard etwa für die weit verbreiteten MicroSD-Karten definiert und vermarktet.

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Der Ausschluss oder freiwillige Weggang von Huawei könnte schmerzhafte Folgen haben. In seinen aktuellen Smartphones verwendet Huawei zwar ein eigenes Format (Nano Memory Cards), bei Laptops und ähnlichen Geräten würde es aber zumindest ein Teil der Kundschaft kaum akzeptieren, nicht mehr die SD-Karte aus der Kamera nehmen und direkt an den entsprechenden Slot am Rechner stecken zu können.

Ähnlich ist die Lage bei der Wi-Fi Alliance, die für Drahtlosnetzwerke zuständig ist. Hier ist die Mitgliedschaft von Huawei nach Angaben von US-Medien wie Wccftech "vorübergehend eingeschränkt". Das bedeutet zunächst wohl nur, dass Huawei bei der Weiterentwicklung der Standards nicht mehr beteiligt ist.

Es könnte aber auch bedeuten, dass das Unternehmen seine Hardware nicht mehr mit Logos wie "Wi-Fi Certified" bewerben darf, was Verbraucher verunsichern und vom Kauf abhalten könnte. Rein theoretisch ist sogar vorstellbar, dass Huawei kein WLAN mehr auf seinen Geräten verwenden darf. Sehr wahrscheinlich erscheint es aber nicht, dass dieser drastische Fall eintritt.

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Hintergrund der Probleme von Huawei sind Sanktionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Wer nun Handel mit dem Technologiekonzern betreiben will, muss dafür eine Lizenz besitzen. Bis zum 19. August 2019 ist diese Vorgabe zwar größtenteils ausgesetzt, aber Unternehmen wie ARM und Google haben die Zusammenarbeit bereits eingestellt oder eingeschränkt, andere planen, dies zu tun.

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Megusta 27. Mai 2019

Das Thema zeigt hervorragt, wie abhänig die ganze Welt von USA ist. Deutsche können mit...

LinuxMcBook 27. Mai 2019

Du kapierst es nicht oder?

Trollversteher 27. Mai 2019

Auch "Offene Standards" und Open Source Software kann dem US Amerikanischen Exportrecht...

GwhE 26. Mai 2019

Doch die meine ich, wie gesagt bestimmt nicht alles super gewesen. Aber die letzte...



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