Abo
  • IT-Karriere:

US-Boykott: Huawei bekommt Probleme bei SD-Karten und Drahtlosnetzen

Durch den Handelsboykott der USA gerät Huawei immer stärker unter Druck: Das chinesische Unternehmen könnte die Möglichkeit verlieren, seine Mobilegeräte nach den gängigen Standards für SD-Karten und Drahtlosnetzwerke zu bauen - oder zumindest mit den entsprechenden Logos zu werben.

Artikel veröffentlicht am ,
Messestand von Huawei auf dem Mobile World Congress 2017
Messestand von Huawei auf dem Mobile World Congress 2017 (Bild: Lluis Gene/AFP/Getty Images)

Die USA erhöhen den Druck auf Huawei: Nachdem sich in den vergangenen Tagen ein großer Teil der wichtigsten Zulieferer abgewandt hat, muss der chinesische Technologiekonzern nun auch um die Möglichkeit bangen, weit verbreitete technische Standards zu nutzen. Konkret geht es um SD-Karten und Drahtlosnetzwerke. So taucht Huawei nicht mehr auf der Mitgliederliste der SD Association auf. Das ist der Verband, der den Standard etwa für die weit verbreiteten MicroSD-Karten definiert und vermarktet.

Stellenmarkt
  1. DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden
  2. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Braunschweig, München

Der Ausschluss oder freiwillige Weggang von Huawei könnte schmerzhafte Folgen haben. In seinen aktuellen Smartphones verwendet Huawei zwar ein eigenes Format (Nano Memory Cards), bei Laptops und ähnlichen Geräten würde es aber zumindest ein Teil der Kundschaft kaum akzeptieren, nicht mehr die SD-Karte aus der Kamera nehmen und direkt an den entsprechenden Slot am Rechner stecken zu können.

Ähnlich ist die Lage bei der Wi-Fi Alliance, die für Drahtlosnetzwerke zuständig ist. Hier ist die Mitgliedschaft von Huawei nach Angaben von US-Medien wie Wccftech "vorübergehend eingeschränkt". Das bedeutet zunächst wohl nur, dass Huawei bei der Weiterentwicklung der Standards nicht mehr beteiligt ist.

Es könnte aber auch bedeuten, dass das Unternehmen seine Hardware nicht mehr mit Logos wie "Wi-Fi Certified" bewerben darf, was Verbraucher verunsichern und vom Kauf abhalten könnte. Rein theoretisch ist sogar vorstellbar, dass Huawei kein WLAN mehr auf seinen Geräten verwenden darf. Sehr wahrscheinlich erscheint es aber nicht, dass dieser drastische Fall eintritt.

Hintergrund der Probleme von Huawei sind Sanktionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Wer nun Handel mit dem Technologiekonzern betreiben will, muss dafür eine Lizenz besitzen. Bis zum 19. August 2019 ist diese Vorgabe zwar größtenteils ausgesetzt, aber Unternehmen wie ARM und Google haben die Zusammenarbeit bereits eingestellt oder eingeschränkt, andere planen, dies zu tun.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ghost Recon Wildlands Ultimate Edition für 35,99€, The Banner Saga 3 für 9,99€, Mega...
  2. (u. a. Predator - Upgrade, Red Sparrow, Specttre, White Collar - komplette Serie)
  3. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  4. 99,90€ (Bestpreis!)

Megusta 27. Mai 2019

Das Thema zeigt hervorragt, wie abhänig die ganze Welt von USA ist. Deutsche können mit...

LinuxMcBook 27. Mai 2019

Du kapierst es nicht oder?

Trollversteher 27. Mai 2019

Auch "Offene Standards" und Open Source Software kann dem US Amerikanischen Exportrecht...

GwhE 26. Mai 2019

Doch die meine ich, wie gesagt bestimmt nicht alles super gewesen. Aber die letzte...

thinksimple 26. Mai 2019

Schon, aber dann würden die USA sich such noch bestätigt fühlen. Die pöhsen Purschen...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 7T - Fazit

Das Oneplus 7T ist der Nachfolger des Oneplus 7 - und hat einige interessante Hardware-Upgrades bekommen. Im Test von Golem.de schneidet das Smartphone entsprechend gut ab.

Oneplus 7T - Fazit Video aufrufen
IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

    •  /