US-Boykott: Etwas Erleichterung für Huawei

Huawei ist wieder bei wichtigen Industrieverbänden willkommen und eines seiner Smartphones ist wieder Teil des Android-Q-Betaprogramms. Für das chinesische Unternehmen hat sich die Lage im Zuge des US-Boykotts damit erst einmal verbessert.

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Huaweis Mate 20 Pro ist wieder beim Betaprogramm von Android Q dabei.
Huaweis Mate 20 Pro ist wieder beim Betaprogramm von Android Q dabei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Gleich drei Industrieverbände haben Huawei wieder als Mitglied aufgenommen, nachdem der chinesische Hersteller zuvor aufgrund des US-Boykotts von diesen Verbänden ausgeschlossen worden war. Das betrifft die für die entsprechenden Standards verantwortlichen Organisationen WiFi Alliance, Bluetooth SIG und SD Association.

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Mit der Wiederaufnahme als Mitglied der betreffenden Organisationen darf Huawei weiterhin Geräte anbieten, die den offiziellen WLAN-Standards sowie den offiziellen Bluetooth-Vorgaben entsprechen. Auch die Nutzung von SD-Karten ist wieder ohne Einschränkungen möglich. Alle drei Verbände haben bisher weder den Ausschluss Huaweis noch dessen Wiederaufnahme als Mitglied kommentiert. Für etwa eine Woche war Huawei von allen drei Organisationen ausgeschlossen worden.

Zudem ist Huawei mit seinem Oberklasse-Smartphone Mate 20 Pro wieder Teil des Android-Q-Betaprogramms. Eineinhalb Wochen lang war das Gerät aus der Liste der Geräte verschwunden, die am Betaprogramm von Android Q teilnehmen dürfen. Nun können Besitzer eines Mate 20 Pro ihr Smartphone wieder mit einer Betaversion von Android Q versehen. Das Mate 20 Pro wurde erst Anfang Mai 2019 anlässlich der Google I/O in das Betaprogramm der kommenden Android-Hauptversion aufgenommen.

Huawei arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit Längerem an einem eigenen Betriebssystem für Smartphones und will dieses notfalls auch einsetzen. Es könnte als Ark OS auf den Markt kommen, aber das dürfte noch einige Monate dauern. Das Betriebssystem soll zu Android-Apps kompatibel sein. Die Frage ist aber, wie weit fortgeschritten die Entwicklung ist und wie attraktiv ein Smartphone ohne Google-Dienste für viele Android-Nutzer sein wird.

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Hintergrund der Probleme von Huawei sind Sanktionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. US-Unternehmen dürfen aus Gründen der nationalen Sicherheit keine Geschäftsbeziehungen mehr zu Huawei unterhalten. Das beinhaltet auch Lizenzen wie die von Android. Bis zum 19. August 2019 ist diese Vorgabe zwar größtenteils ausgesetzt, aber Unternehmen wie ARM und Google haben die Zusammenarbeit bereits eingestellt oder eingeschränkt.

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PiranhA 03. Jun 2019

Klar, aber aktuell hat China damit quasi ein Monopol, weil sie durch staatliche...

franzbauer 03. Jun 2019

Welche App ist das denn? Wo gibt es deine tolle App? Und was kann die? Egal mit welcher...

Michael H. 03. Jun 2019

Ui das ist aber mutig... Arbeitsspeicher - China (ja sogar die Werke von Samsung etc...

Gonzfred 02. Jun 2019

Glaubst Du ernsthaft Google hat da eine Wahl ? Sie werden es wollen oder nicht. Fakt ist...

MoonShade 02. Jun 2019

Nach dem Mueller Report glaube ich, er ist zu dumm um eine Marionette zu sein. Klar...



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