US-Boykott: ARM stoppt Geschäfte mit Huawei

Obgleich ein britisches Unternehmen in japanischem Besitz und kein US-amerikanisches, soll ARM sich dazu entschieden haben, künftig nicht mehr mit Huawei zusammenzuarbeiten. Das trifft besonders die Hisilicon-Tochter hart, die Kunpeng-Server- und Kirin-Smartphone-Chips entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Kirin 980 von Hisilicon
Ein Kirin 980 von Hisilicon (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

ARM habe einer internen Memo zufolge beschlossen, jegliche Geschäftsbeziehungen zu Huawei und deren Tochterfirmen einzustellen. Das berichtet die BBC, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt von Großbritannien. Die Mitarbeiter sollen alle Arten von technischer Unterstützung einstellen, alle Verträge werden eingefroren. Auf Nachfrage sagte ARM, dass alle Regularien der US-Regierung umgesetzt würden.

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Während Google, Microsoft oder Qualcomm jedoch US-amerikanische Unternehmen sind, stammt ARM ursprünglich aus England und gehört seit September 2016 der japanischen Softbank-Gruppe. Das Argument seitens ARM ist, dass die eigenen Designs auf Technologie aus den USA bestehen - was nicht von der Hand zu weisen ist: Im kalifornischen San Jose befindet sich ein Team und CPU-Kerne für Smartphones wie der Cortex-A76 stammen von Ingenieuren aus dem texanischen Austin.

Für Huawei, genauer die Hisilicon-Tochter, ist die Abkehr von ARM fatal: Die eigenen Systems-on-a-Chip wie der Kirin 980 nutzen Cortex-Kerne sowie eine Mali-Grafikeinheit der Briten. Und auch Server-CPUs wie der Kunpeng 920 basieren auf einer ARM-Lizenz, wenngleich die Taishan-v110-Mikroarchitektur selbst entwickelt wurde. Nicht vom Stopp der Geschäftsbeziehungen betroffen sind bereits fertige Designs wie der Kirin 985, dessen Fertigung derzeit bei TSMC erfolgt und der im Herbst 2019 erscheinen soll.

Kommende ARM-Entwicklungen sind aber offenbar nicht mehr möglich, wodurch Huawei wahrscheinlich gezwungen wäre, ohne eine entsprechende Lizenz komplett eigene Designs zu entwerfen. Dergleichen existiert in China bereits, jedoch primär für den HPC-Markt (High Performance Computing). Eine Alternative könnte die offene RISC-V-Architektur sein, wenngleich zumindest bisherige Implementierungen zu schwach für Smartphones sind. Auch MIPS wäre eine Idee, die Technik gehört aber mittlerweile Wave Computing - und die sitzen in den USA.

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Hut+Burger 05. Jun 2019

Abgesehen davon, dass die Vergleiche total absurd ist: Whataboutism. Habe auch nichts...

heikom36 23. Mai 2019

Und dann spielt er auch noch ständig mit gezinkten Karten...

Gotrem 23. Mai 2019

ARM gehört der japanischen Fa. Softbank! Unabhängig von den US Sanktionen ist die...

velo 23. Mai 2019

ah ok, danke für die Info. Dann wird mein nächstes wohl ein Sony Xperia. Hoffentlich geht...

heikom36 23. Mai 2019

....man endlich mal die USA sanktioniert. Die machen die ganze Welt kaputt.



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