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US-Blacklist: Google gibt Huawei offenbar keine Android-Updates mehr

Google soll wegen des Drucks der US-Regierung die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt haben. Damit wäre nur noch die Open-Source-Version von Android für den Hersteller verfügbar. Auch Intel und Qualcomm würden Huawei nicht mehr beliefern.

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Das P30 von Huawei, rechts im Bild
Das P30 von Huawei, rechts im Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Google hat offenbar die Zusammenarbeit mit dem chinesischen IT-Konzern Huawei beim Transfer von Hardware, Software und technischen Diensten eingestellt. Ausgenommen von diesem Schritt seien nur Produkte, die unter einer Open-Source-Lizenz stünden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine informierte Quelle. Dadurch hätte der Smartphonehersteller künftig keinen Zugriff mehr auf Updates für Googles Android-Betriebssystem.

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"Huawei wird nur die öffentliche Version von Android nutzen können und hätte keinen Zugriff mehr auf proprietäre Apps und Dienste von Google", erklärte die Quelle. Damit wird Huawei keine Vorversionen von Android mehr erhalten und auch keine noch nicht öffentlichen Sicherheitsupdates, sondern erst nach dem Source Drop von Google.

Das US-Handelsministerium hatte nach einem Dekret von US-Präsident Donald Trump erklärt, dass US-Firmen, die Technologie an Huawei verkauften oder transferierten, dafür künftig eine Lizenz benötigten - die Experten zufolge höchstwahrscheinlich nicht erteilt wird.

Angaben zu den spezifischen Diensten, die von der Aussetzung betroffen waren, wurden der Quelle zufolge intern bei Google diskutiert. Huaweis Anwälte untersuchten die Auswirkungen der schwarzen Liste, sagte ein Huawei-Sprecher am Freitag.

Huawei habe weiterhin Zugriff auf die Version des Android-Betriebssystems, die über das Android Open Source Project (AOSP) verfügbar sei.

Google-Apps wie der Play Store, GMail, Youtube, Google Maps und der Chrome-Browser verschwänden von zukünftigen Huawei-Smartphones, da sie nicht durch die Open-Source-Lizenz abgedeckt seien und eine kommerzielle Vereinbarung mit Google erforderten, berichtete Reuters.

Huaweis Smartphones, zu denen die Marke Honor gehört, laufen seit dem ersten Modell mit Android, worauf eine eigene Benutzeroberfläche installiert ist. Allerdings soll Huawei schon vorsichtshalber ein eigenes Betriebssystem entwickelt haben.

Nachtrag vom 20. Mai 2019

Über seinen Twitter-Kanal teilte Android mit, dass auf dem Markt befindliche Huawei-Geräte weiterhin mit allen Google-Diensten wie Play Store, Google Maps, Gmail und Ähnlichem funktionierten. Demnach sind also keine Änderungen für bestehende Geräte geplant. Sie erhielten nach wie vor Updates der Google-Apps. Unklar ist weiterhin, wie die Lage bei Android-Sicherheitsupdates und neuen Hauptversionen aussieht.

Neben Google stellten mehrere US-Chipproduzenten die Zusammenarbeit ein, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Mitarbeiter der entsprechenden Firmen. So lieferten Intel, Qualcomm, Broadcom und Xilinx keine Chips und keine Software mehr an Huawei. Bloomberg bestätigte zudem, dass Google Huawei nicht mehr mit Software beliefern werde. Auch The Verge ließ sich von einer Google-Quelle die aktuelle Entwicklung bestätigen.

Huawei bezieht derzeit von Intel vor allem Serverchips, während Qualcomm Prozessoren und Modemchips für Huawei-Smartphones liefert. Huawei hat zwar eigene Prozessoren, nutzt aber auch Chips von Qualcomm. Von Xilinx und Broadcom stammen Komponenten, die in Netzwerk-Hardware von Huawei verwendet werden. Offiziell wollten die Chiphersteller für Bloomberg keinen Kommentar abgeben.

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Der Rechthaber 22. Mai 2019

15 Jahre Merkel. Was haben wir denn im Land der Dichter und Denker an Nennenswerter Hard...

Argh 21. Mai 2019

Das doofe ist nur, dass den Chinesen bewusst ist, dass sie systemrelevant sind. Pleite...

Trollversteher 21. Mai 2019

Auch wenn die NSDAP bei der letzten wirklich freien Reichstagswahl vom 6. November 1932...

Trollversteher 21. Mai 2019

Vielleicht mal im Kontext nachlesen. Es ging um die Behauptung, dass sich 80% der Nutzer...

Balion 21. Mai 2019

Ist doch viel besser, von einem staatlich gesteuerten Unternehmen ausspioniert zu...


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