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US-Bericht: Große Herausforderungen für die Nasa in der Zukunft

Die Nasa ist zunehmend vom privaten Raumfahrt sektor abhängig. Laut einem Bericht sind finanzielle Probleme nur eines von vielen Hindernissen.
/ Patrick Klapetz
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Das Nasa-Logo am Kennedy Space Center in Florida/USA (Symbolbild) (Bild: Pixabay, Nasa)
Das Nasa-Logo am Kennedy Space Center in Florida/USA (Symbolbild) Bild: Pixabay, Nasa

Die US-Behörde steht vor großen Herausforderungen und muss sich einigen Problembereichen stellen. Dies geht aus einem Bericht der Nationalen Akademien der Wissenschaften, der Technik und der Medizin (Nasem)(öffnet im neuen Fenster) hervor.

In dem Bericht wird das Problem der Unterfinanzierung aufgrund der "nachlassenden langfristigen, nationalen Schwerpunktsetzung auf Luftfahrt und zivile Raumfahrt" genannt. Dies sprach die Nasa bereits im Februar 2023 selbst öffentlich an(öffnet im neuen Fenster) . Besonders das Artemis-Mondprogramm ist eines der finanziell anspruchsvollsten Unterfangen der Nasa.

Vielfältige Herausforderungen für die Nasa

Jedoch stellt der Nasem-Bericht auch klar, dass die Probleme der Nasa weit über die ausreichende Finanzierung zur Durchführung ihrer Missionen und Operationen hinausgehen: die Konzentration auf "kurzfristige Maßnahmen ohne angemessene Berücksichtigung längerfristiger Bedürfnisse und Auswirkungen" , die Abhängigkeit von "meilenstein-basierten Dienstleistungsverträgen" sowie die Ineffizienz aufgrund "langsamer und schwerfälliger Geschäftsabläufe" – um nur einige Herausforderungen zu nennen.

Eine weitere Hürde ist, dass nachrückende Talente von privaten Luft- und Raumfahrtunternehmen abgeworben werden. Hinzu kommt ein Problem, für das die Nasa selbst wenig Verantwortung trägt, aber unter dem sie ebenfalls leiden wird: das unterfinanzierte öffentliche Schulsystem der USA, dem es nicht möglich ist, eine angemessene Wissensgrundlage zu schaffen.

Große Abhängigkeit und zu wenig Geld

Gegenüber der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) erkläret der Hauptautor des Berichts und ehemalige Vorstandsvorsitzender von Lockheed Martin, Norman Augustine, dass die Abhängigkeit vom Privatsektor die Belegschaft der Nasa weiter schwächen und ihre Rolle auf die Überwachung statt auf die Problemlösung reduzieren könnte – etwa beim Transport von Menschen zur ISS (derzeit mit SpaceX) oder die Erkundung des Mondes durch robotische Missionen (wie die Mondlandung von Intuitive Machines ), um nur zwei Beispiele zu nennen.

Zwar wäre das Problem mit mehr finanziellen Mitteln durch den Kongress behoben, aber es sei unwahrscheinlich, dass dies passiere. Stattdessen, so Augustine, solle sich die Nasa ihre Bemühungen auf strategische Ziele und Initiativen konzentrieren.

Was das im Konkreten für die Nasa bedeutet, ist unklar. Der angespannte Haushalt zwang die Behörde erst kürzlich dazu, das Mond-Rover-Programm Viper einzustellen – dabei hätte der Rover nach ein paar abschließenden Tests eigentlich nur noch zum Mond geschickt werden müssen.


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