US-Autoren-Streik endet: Hollywood-Gewerkschaftsvorstand nimmt neuen Vertrag an
Der Vorstand der US-Autorengewerkschaft WGA (Writers Guild of America) hat einer vorläufigen Einigung zwischen der Gewerkschaft und den großen Studios und Streaminganbietern in den USA zugestimmt. Der seit fast fünf Monaten laufende Autoren-Streik werde beendet, erklärte die WGA.
Die Vorstandsmitglieder sprachen sich einstimmig für die Annahme der Vereinbarung aus(öffnet im neuen Fenster) . Nun müssen noch die über 11.000 Mitglieder abschließend über den neuen Arbeitsvertrag abstimmen. Dieser Ratifizierungsprozess soll vom 2. bis 9. Oktober 2023 stattfinden. Laut Mitteilung der WGA ist die neue Vereinbarung bis Mai 2026 gültig.
Der vorläufige Vertrag enthält unter anderem Lohnerhöhungen, Regelungen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und höhere Zuschüsse für die Alters- und Krankenversorgung. Das Votum des WGA-Vorstands fiel am 148. Tag des Arbeitskampfes. Der Streik könnte fortgesetzt werden, falls die Gewerkschaftsmitglieder die Ratifizierung mehrheitlich ablehnen. Branchenbeobachter halten dies aber für unwahrscheinlich.
Keine Einigung im Streik der Schauspieler absehbar
Nach mehrtägigen Marathon-Sitzungen hatten die Verhandlungsführer der Autorengewerkschaft mit Vertretern der großen Studios und Streaminganbietern kürzlich eine vorläufige Einigung ausgehandelt . "Wir können mit großem Stolz sagen, dass diese Einigung außergewöhnlich ist – mit bedeutenden Gewinnen und Sicherungsmaßnahmen für Autoren in jedem Sektor unserer Mitgliedschaft" , hieß es von der WGA.
Mit dem Ende des Streiks der Autoren ist der Arbeitskampf in Hollywood jedoch noch nicht beendet. Die rund 160.000 Schauspieler der Schauspielgewerkschaft SAG-Aftra sind weiterhin im Ausstand. Sie hatten sich Mitte Juli 2023 dem Streik der Autoren angeschlossen . Die Fronten zwischen den Produzenten und der Schauspielgewerkschaft sind verhärtet – seit Streikbeginn im Juli 2023 gab es bislang keine Gespräche.
Mehrere Preisverleihungen wurden verschoben
Der erste Doppelstreik von Schauspielern und Drehbuchautoren in den USA seit mehr als 60 Jahren hatte Hollywood nahezu lahmgelegt. Durch den Arbeitskampf konnten praktisch keine Filme und Serien mehr gedreht werden. Streikbedingt dürfen Schauspieler auch keine Werbung für ihre Filme machen. Filmstarts wurden verschoben, auch die Saison der Preisverleihungen ist betroffen.
Der weltweit bedeutendste Fernsehpreis Emmy – ursprünglich für Mitte September angesetzt – wird nun erst im Januar 2024 verliehen. Auch die zunächst für November 2023 geplante Governors-Awards-Gala mit der Vergabe der Ehren-Oscars wurde auf Januar 2024 verschoben.
- Anzeige Hier geht es zu den konfigurierbaren Golem-PCs bei Systemtreff Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.