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US Army: Multiplayer-Spiel lehrt Verhalten bei Schulamokläufen

Cole Engineering Services und die US Army haben eine Simulation entwickelt, die Schüler und Lehrer auf Schießereien und Amokläufe vorbereiten soll. Es ist möglich, Lehrer, Polizist und sogar Täter zu spielen. Bots machen die Simulation realistischer.

Artikel veröffentlicht am ,
Lehrer können Schülern Anweisungen geben
Lehrer können Schülern Anweisungen geben (Bild: ODN)

Entwickler des Softwareunternehmens Cole Engineering Services (CESI) haben eine Computersimulation entwickelt, die Schülern und Lehrkäften zeigt, wie sie bei einer Schießerei an ihrer Schule oder bei einem Amoklauf reagieren sollen. Zusammen mit der US Army entwickelt das Team das Spiel, in dem der Spieler die Rolle eines Schülers, Täters, Polizisten oder Lehrers übernimmt. Das Onlinemagazin Gizmodo zeigt das Programm in einem Video.

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In einem Interview mit Gizmodo erklärte die Forscherin Tamara Griffith: "Je mehr Erfahrung man hat, desto bessere Überlebenschancen hat man. Diese Software ermöglicht also, zu lernen und Erfahrung zu sammeln - zu wissen, was funktioniert, und was nicht funktioniert."

Im Video ist beispielsweise die Perspektive eines Lehrers im Klassenzimmer zu erkennen. Diese Spielfigur kann ihren Schülern Anweisungen wie "Springt aus dem Fenster" oder "Bleibt hier drinnen" geben. Schüler und Lehrer können auch die Umgebung nutzen: mit Möbeln Eingänge verbarrikadieren oder Türen abschließen.

Rolle als Täter oder Polizist spielbar und Bots

In einer anderen Szene kann ein Spieler sogar die Rolle des Schützen übernehmen. Ein weiteres Video des Newskanals ODN zum Thema erläutert, dass Täter sowohl Kinder als auch Erwachsene sein könnten. Eine Partie wird im Netzwerk mit mehreren Spielern ausgetragen. Auch die Rolle der Polizeieingreiftruppe ist spielbar. Der Einsatz computergesteuerter Bots soll die Simulation realistischer machen. So reagieren KI-Schüler etwa auf Schüsse durch Fenster.

Die Simulation basiert auf einem Trainingsprogramm für US-Soldaten, bei dem taktisches Vorgehen trainiert werden kann. Auf dieses Feld spezialisiert sich CESI normalerweise auch. Die Forscher setzten sich mit der Mutter eines Kindes zusammen, das bei einem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule im Jahr 2012 starb. Die Frau erklärte dem Entwicklerteam die Situation detailliert, auf Basis dieser Informationen entstand die Simulation.

Im März 2018 soll die Software offiziell fertiggestellt sein. Es ist geplant, diese kostenlos an Einrichtungen zu verteilen.



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