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Urteil: Youtube ändert Gema-Sperrtafeln

Youtube hat die Sperrtafeln zur Gema überarbeitet. Viele US-Musikvideos sind aber gar nicht mehr blockiert. Warum das so ist, erklärt Youtube-Sprecherin Mounira Latrache.
/ Achim Sawall
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Die neue Sperrtafel (Bild: Youtube/Screenshot: Golem.d)
Die neue Sperrtafel Bild: Youtube/Screenshot: Golem.d

Google hat nach der Klage der Gema den Text für die Sperrtafeln geändert. Einen Bericht dazu von Meedia(öffnet im neuen Fenster) kommentiert Youtube-Sprecherin Mounira Latrache für Golem.de: "Wir haben unsere Blocking Message leicht geändert, um dem Urteil zu entsprechen, aber überprüfen weiterhin eine Berufung."

Der Text der neuen Sperrtafeln lautet: "Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der Gema bisher nicht einigen konnten."

Das Landgericht München hatte Ende Februar 2014 im Rechtsstreit der Gema gegen Youtube entschieden. Die Sperrtafeln auf Youtube seien illegale Anschwärzung und Herabwürdigung und mussten geändert werden. Bei der Suche nach zahlreichen Musikvideos bei Youtube erschien bisher der Hinweis: "Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der Gema nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid."

Viele Musikvideos seien gar nicht mehr geblockt, weil Youtube Vereinbarungen mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen habe, erklärte Latrache. Das betrifft unter anderem US-Künstler. "Wir haben für 130 Länder Vereinbarungen getroffen, die gleichzeitig auch Deutschland mit einschließen. Beispiele sind die französische und englische Verwertungsgesellschaft. Wir wünschen uns einen Businessdeal mit der Gema. Wir hoffen nach wie vor auf eine Einigung. Wir wollen auch die deutschen Künstler auf Youtube sehen", sagte Latrache.

Seit April 2009 verhandelt die Gema mit Youtube über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland. Die Gema verlangt laut einem Bericht von der Google-Tochter 0,375 Cent pro Videoaufruf. "Wir wollen der Gema einen Umsatzanteil zahlen. Was wir aber nicht machen können, ist pro View eines Videos zahlen, weil das nicht unserem Geschäftsmodell entspricht und wir nicht pro View eines Videos Geld verdienen", sagte Latrache Golem.de vor einem Jahr.


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