Urteil um Designpatent: Apple veröffentlicht Richterlob als Widerruf

Apple hat nach dem verlorenen Designprozess öffentlich widerrufen, dass Samsung sein Design kopiert hat. Die Begründung übernimmt es von Richter Colin Birss: Samsungs Geräte seien "nicht so cool" wie Apples - und könnten daher keine Kopien sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple veröffentlicht eine Erklärung und zitiert des Richters Lob ausführlich.
Apple veröffentlicht eine Erklärung und zitiert des Richters Lob ausführlich. (Bild: Samsung)

Wie von einem britischen Gericht angeordnet, hat Apple auf seiner Webseite öffentlich seine Behauptung widerrufen, Samsung habe das Design seiner Geräte kopiert.

Stellenmarkt
  1. IT Consultant (m/f/d)
    Heraeus Infosystems GmbH, Hanau
  2. IT-Professional (m/w/d) - Systemverwaltung
    Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Rosenheim
Detailsuche

In dem Widerruf zitiert Apple den Richter Birss, der den Prozess um Designverletzungen führte. Samsung könne das Design des iPads nicht kopiert haben, denn Samsungs Galaxy Tab habe nicht die Einfachheit und sei bei weitem nicht so "cool" wie Apples iPad. In zwei Absätzen zitiert Apple Richter Birss' Lob für Apples iPad.

Verschiedene Gerichte mit unterschiedlicher Meinung

Apple schreibt pflichtgemäß, dass das Galaxy Tab 10.1, Tab 8.9 und Tab 7.7 keine Designpatente verletzten und verlinkt ordnungsgemäß zu der Urteilsbegründung. Gleichzeitig weist der Text aber darauf hin, dass "ein deutsches Gericht zu einem gegenteiligen Urteil gekommen ist." Gemeint ist das Landgericht Düsseldorf, das in einem gleichen Fall für Apple entschied.

Allerdings verschweigt Apple, dass das dortige Verfahren ausgesetzt wurde, bis das Europäische Markenamt über die Gültigkeit des Designpatents entschieden hat. Apple weist auch auf das Urteil in den USA hin, in dem die Geschworenen dem iPad-Hersteller einen Schadensersatz von 1,05 Milliarden US-Dollar zugestanden haben.

Öffentliche Klarstellung

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.–28. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Zunächst ist der Text auf Apples britischer Webseite erschienen. Birss hatte zudem angeordnet, dass Apple entsprechende Anzeigen in den Tageszeitungen Financial Times, Daily Mail und Guardian sowie in Zeitschriften Mobile Magazine und T3 schalten muss.

Der Sinn einer solchen Anordnung sei nicht, eine Partei zu bestrafen oder sie das Gesicht verlieren zu lassen. Die Frage sei vielmehr, ob "es nötig ist, geschäftliche Unsicherheiten auszuräumen", erklärte Richter Jacob vom Berufungsgericht, der das Urteil bestätigte. Apple müsse öffentlich klarstellen, dass es das Urteil des Gerichts akzeptiere und dass Samsungs Tablets nicht das eingetragene Design verletzten.

Ein halbes Jahr lang online

Bei einem Prozess um die Verletzung eines geschützten Designs gehe es nicht darum, ob kopiert wurde, sagte Birss. Es gehe darum, ob das infrage stehende Design zu nahe an dem eingetragenen sei. Das hatte aber Birss in seinem Urteil mit dem von Apple veröffentlichten Zitat verneint.

Diese darf laut Anordnung nicht kleiner als die Schrifttype Arial in der Größe 11 Punkt sein und muss ein halbes Jahr lang auf der Startseite verlinkt sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


swissmess 01. Nov 2012

Et voila: Apple soll sich nicht bei Samsung für seine Klage entschuldigen, sondern...

Alex_M 29. Okt 2012

... wenn Apple einen Prozess verliert, muss nur eine freche Meldung auf die Homepage drauf.

Flyns 29. Okt 2012

Über diese Patenttrollerei kann man getrost geteilter Meinung sein. Aber diese...

beaver 29. Okt 2012

Wollte ich auch gerade schreiben, dass sich das eher an meine 3 bis 5 Jährigen Neffen und...

kidding 29. Okt 2012

Egal ob man für oder gegen Apple ist, ein Schmunzeln kann man sich da doch nicht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoins behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoins behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Künftiger Tile-Besitzer: Life360 betreibt Handel mit Standortdaten seiner Nutzer
    Künftiger Tile-Besitzer
    Life360 betreibt Handel mit Standortdaten seiner Nutzer

    Die App Life360 ermöglicht die Echtzeitüberwachung von Familienmitgliedern. Die erfassten Standortdaten verkauft der Betreiber offenbar weiter.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /