Abo
  • Services:
Anzeige
Gericht kritisiert Amazons Bestellknopf.
Gericht kritisiert Amazons Bestellknopf. (Bild: Screenshot Golem.de)

Urteil: Gericht kritisiert irreführenden Amazon-Bestellknopf

Gericht kritisiert Amazons Bestellknopf.
Gericht kritisiert Amazons Bestellknopf. (Bild: Screenshot Golem.de)

Amazon hat vor Gericht verloren: Die Beschriftung für den Bestellknopf wurde als irreführend eingestuft. Der fragliche Text entspreche nicht den gesetzlichen Anforderungen.

Der Amazon-Bestellknopf in dem Onlinekaufhaus darf nicht länger mit dem Text "Jetzt gratis testen - danach kostenpflichtig" versehen werden. Verbraucherschützer sahen darin eine Irreführung der Kunden und klagten dagegen. Das Oberlandesgericht Köln stimmte der Auffassung der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) zu (Aktenzeichen 6 U 39/15). Der Bestellknopf weise Kunden nicht ausreichend auf die Zahlungsverpflichtung hin und sei irreführend, urteilte das Gericht.

Anzeige

Keine eindeutige Zahlungsverpflichtung

Der Knopf ist nach Meinung der Richter mit der von Amazon gewählten Formulierung unzureichend beschriftet: Eine solche Schaltfläche müsse mit den Worten "zahlungspflichtig bestellen" oder einer anderen eindeutigen Formulierung versehen sein. Damit entspricht der Bestellknopf nach Meinung der zuständigen Richter nicht den gesetzlichen Anforderungen. Onlinehändler müssten sich seit Juli 2014 vom Verbraucher ausdrücklich bestätigen lassen, dass die Bestellung mit einer Zahlungsverpflichtung verbunden ist. Damit sollen Verbraucher vor Kostenfallen im Internet geschützt werden.

Der Bestellknopf erscheint immer dann, wenn Amazon-Kunden ohne aktiviertes Prime-Abo in dem Onlinekaufhaus einkaufen. Amazon will Kunden so dazu bringen, das Prime-Abo zu bestellen. Der strittige Button von Amazon weise nicht eindeutig darauf hin, dass die Bestellung eine Zahlungspflicht auslöse, monierten die Richter. Die Aussage "Jetzt gratis testen - danach kostenpflichtig" sei sogar irreführend.

Es bestehe die Gefahr, dass der Verbraucher glaubt, ausschließlich ein kostenloses Probeabo zu buchen und dass ihm ein solcher Gratistest nur jetzt möglich sei. Den Probemonat gewährt Amazon aber auch zu späteren Zeitpunkten.

Fehlender Gesamtpreis

Die Richter beanstandeten außerdem, dass Amazon vor der Bestellung keinen Gesamtpreis angegeben hatte, wenn sich der Kunde für ein Paket aus Prime-Abo und einem zusätzlichen Abo eines DVD-Verleihs entschied. Nur die Einzelpreise zu nennen, reiche bei Paketangeboten nicht aus.

Das Oberlandesgericht Köln hat keine Revision gegen das Urteil zugelassen. Amazon hat aber die Möglichkeit, Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzulegen. Die kritisierte Beschriftung des Bestellknopfes verwendet Amazon derzeit nicht.


eye home zur Startseite
Schnarchnase 04. Mär 2016

Du bist echt witzig. Wenn du der Meinung bist irgendwas von meinem Beitrag wäre falsch...

SusanneW 04. Mär 2016

Ja, ich gebe Dir in allem total Recht, kann ich voll unterschreiben! Amazon lässt die...

M.Kessel 03. Mär 2016

Für ich bedeutet dass, ich kann einen Monat testen, und danach darauf verzichten...

JackIsBlack 03. Mär 2016

Es steht dick darüber " Mit Prime für EUR 0,00 ansehen -Jetzt ansehen -- 30 Tage testen...

staeff 03. Mär 2016

Was soll das? Warum soll ich, nur wenn ich einmal ein Lebensmittel kaufe, das gleich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. beauty alliance Deutschland GmbH & Co. KG, Bielefeld
  3. Springer Nature, Berlin
  4. thyssenkrupp AG, Essen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 28,99€
  2. 59,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-15%) 16,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Datenschutzverordnung im Bundestag

    "Für uns ist jeden Tag der Tag der inneren Sicherheit"

  2. Aspire-Serie

    Acer stellt Notebooks für jeden Geldbeutel vor

  3. Acer Predator Triton 700

    Das Fenster oberhalb der Tastatur ist ein Clickpad

  4. Kollaborationsserver

    Owncloud 10 verbessert Gruppen- und Gästenutzung

  5. Panoramafreiheit

    Aidas Kussmund darf im Internet veröffentlicht werden

  6. id Software

    Nächste id Tech setzt massiv auf FP16-Berechnungen

  7. Broadcom-Sicherheitslücken

    Samsung schützt Nutzer nicht vor WLAN-Angriffen

  8. Star Citizen

    Transparenz im All

  9. Hikey 960

    Huawei bringt Entwicklerboard mit Mate-9-Chip

  10. Samsung

    Chip-Sparte bringt Gewinnanstieg



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
Mobile-Games-Auslese
Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  1. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt
  2. Pay-by-Call Eltern haften nicht für unerlaubte Telefonkäufe der Kinder
  3. Spielebranche Deutscher Gamesmarkt war 2016 stabil

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto VW testet E-Trucks
  2. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro
  3. Elektroauto Volkswagen I.D. Crozz soll als Crossover autonom fahren

Quantencomputer: Alleskönner mit Grenzen
Quantencomputer
Alleskönner mit Grenzen

  1. Re: Weis nicht...

    bobb | 20:37

  2. Odroid XU4 ist nur $60 und ~60% so schnell

    FeepingCreature | 20:36

  3. Re: Ich find's einfach unfassbar...

    sg-1 | 20:35

  4. Re: Das ist ja nahezu ein Leichtgewicht, . . .

    neocron | 20:34

  5. Re: [x] Featureupgrades zurückstellen

    ibecf | 20:33


  1. 20:24

  2. 18:00

  3. 18:00

  4. 17:42

  5. 17:23

  6. 16:33

  7. 16:05

  8. 15:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel