Urteil Epic Games vs. Apple: Ein Gericht erledigt die Aufgabe von Kartellbehörden

Vor allem Anbieter von Apps können sich freuen, künftig weniger stark von Apple drangsaliert zu werden.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Apple muss seine App-Store-Regeln auf Weisung des Gerichts ändern.
Apple muss seine App-Store-Regeln auf Weisung des Gerichts ändern. (Bild: Jakub Porzycki/Reuters)

Endlich wurde Apple aufgehalten: Eine entscheidende, wettbewerbsschädliche Regelung im App Store hat ein Ende - zumindest vorerst. Die Richterin im Verfahren Epic gegen Apple hat entschieden, dass Apps im App Store Kunden auf Möglichkeiten zum Kauf digitaler Artikel verweisen dürfen. Das Abrechnungssystem des App Store kann so umgangen werden, was Apple bisher untersagt hat. Darunter hatten App-Entwickler immer wieder zu leiden.

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In etlichen Ländern laufen bereits Kartelluntersuchungen gegen Apple sowie die Marktmacht des App Store. Allerdings haben Aufsichtsbehörden - wenn überhaupt - nur halbherzig etwas gegen das bisherige Verhalten von Apple unternommen. So hat sich beispielsweise das japanische Kartellamt damit abspeisen lassen, dass es Apps wie Netflix, Disney+, Amazon Music oder Spotify erlaubt wird, in ihren Apps einen Link zur Erstellung eines Kontos zu setzen.

Aber nach derzeitigen Angaben von Apple dürfen Anbieter weiterhin nicht darauf hinweisen, wenn Kunden digitale Güter auch abseits der App kaufen können. Apple selbst gibt an, dass es für die Umsetzung dieser Regeln vier Monate Zeit braucht - und hat das von den Aufsichtsbehörden eingeräumt bekommen.

Apple muss Weisungen des Gerichts schnell umsetzen

So gnädig war das Gericht in dem Prozess, den Epic Games angestoßen hatte, nicht: Apple hat nun knapp drei Monate Zeit, bis die weitergehenden Regelungen umgesetzt sein müssen. Zudem beschränkt sich das Gericht nicht darauf, diese Regelung nur für Apps mit Abobuchung anzubieten. Dem Gericht geht es um alle Unternehmen, die über eine App digitale Produkte verkaufen.

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Viele Unternehmen zeigen sich bereits begeistert, dass sie bei ihren Aktivitäten im App Store nicht mehr so stark von Apple kontrolliert werden. In einem Bericht der New York Times äußern sich alle befragten Unternehmen sehr erfreut, dass sie künftig weniger ihrer Einnahmen an Apple abtreten müssen. Zum Teil gehen die Firmen davon aus, dass sie damit stärker wachsen können - weil Apple dieses Wachstum bisher verhindert hat.

Vor allem kleinere Unternehmen würden stark davon profitieren, wenn die bisherigen Beschränkungen im App Store entfallen und sie ihre eigenen Plattformen zum Vertrieb digitaler Produkte nutzen können, heißt es von vielen Unternehmen übereinstimmend.

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Weniger erfreut wird Apple intern sein. Denn für Apple ist der Richterspruch ein empfindlicher Verlust und langfristig bedeutet er, dass das Unternehmen weniger Geld über den App Store einnehmen wird. Wie stark sich die Einnahmen im App Store verringern werden, ist noch nicht absehbar. Denn falls Kunden weiterhin die Buchung innerhalb der App bevorzugen, bleibt dieser Weg bestehen.

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Dwalinn 15. Sep 2021

Das ist jetzt aber mal richtig schwachsinnig. Du willst den Anbieter jetzt dafür...

Subzero2k 14. Sep 2021

Hallo. Vielen Dank für den Hinweis. Dann geb ich mir demnächst (noch) mehr Mühe, vorher...

Bloedschaf 14. Sep 2021

Die Argumentation hinkt hier schon ganz gewaltig. Ich denke nicht das es ein Problem ist...

Hotohori 14. Sep 2021

Epic hatte schon bei der Urteilsverkündung gesagt, dass sie in Berufung gehen werden. Kam...



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