Urteil Epic Games vs. Apple: Ein Gericht erledigt die Aufgabe von Kartellbehörden

Vor allem Anbieter von Apps können sich freuen, künftig weniger stark von Apple drangsaliert zu werden.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Apple muss seine App-Store-Regeln auf Weisung des Gerichts ändern.
Apple muss seine App-Store-Regeln auf Weisung des Gerichts ändern. (Bild: Jakub Porzycki/Reuters)

Endlich wurde Apple aufgehalten: Eine entscheidende, wettbewerbsschädliche Regelung im App Store hat ein Ende - zumindest vorerst. Die Richterin im Verfahren Epic gegen Apple hat entschieden, dass Apps im App Store Kunden auf Möglichkeiten zum Kauf digitaler Artikel verweisen dürfen. Das Abrechnungssystem des App Store kann so umgangen werden, was Apple bisher untersagt hat. Darunter hatten App-Entwickler immer wieder zu leiden.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) für den Energiemarkt
    PSI Energy Markets GmbH, Aschaffenburg, Berlin, Hannover
  2. Softwareentwickler / Entwickler OSS (m/w/d)
    M-net Telekommunikations GmbH, München, Augsburg, Nürnberg
Detailsuche

In etlichen Ländern laufen bereits Kartelluntersuchungen gegen Apple sowie die Marktmacht des App Store. Allerdings haben Aufsichtsbehörden - wenn überhaupt - nur halbherzig etwas gegen das bisherige Verhalten von Apple unternommen. So hat sich beispielsweise das japanische Kartellamt damit abspeisen lassen, dass es Apps wie Netflix, Disney+, Amazon Music oder Spotify erlaubt wird, in ihren Apps einen Link zur Erstellung eines Kontos zu setzen.

Aber nach derzeitigen Angaben von Apple dürfen Anbieter weiterhin nicht darauf hinweisen, wenn Kunden digitale Güter auch abseits der App kaufen können. Apple selbst gibt an, dass es für die Umsetzung dieser Regeln vier Monate Zeit braucht - und hat das von den Aufsichtsbehörden eingeräumt bekommen.

Apple muss Weisungen des Gerichts schnell umsetzen

So gnädig war das Gericht in dem Prozess, den Epic Games angestoßen hatte, nicht: Apple hat nun knapp drei Monate Zeit, bis die weitergehenden Regelungen umgesetzt sein müssen. Zudem beschränkt sich das Gericht nicht darauf, diese Regelung nur für Apps mit Abobuchung anzubieten. Dem Gericht geht es um alle Unternehmen, die über eine App digitale Produkte verkaufen.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Viele Unternehmen zeigen sich bereits begeistert, dass sie bei ihren Aktivitäten im App Store nicht mehr so stark von Apple kontrolliert werden. In einem Bericht der New York Times äußern sich alle befragten Unternehmen sehr erfreut, dass sie künftig weniger ihrer Einnahmen an Apple abtreten müssen. Zum Teil gehen die Firmen davon aus, dass sie damit stärker wachsen können - weil Apple dieses Wachstum bisher verhindert hat.

Vor allem kleinere Unternehmen würden stark davon profitieren, wenn die bisherigen Beschränkungen im App Store entfallen und sie ihre eigenen Plattformen zum Vertrieb digitaler Produkte nutzen können, heißt es von vielen Unternehmen übereinstimmend.

realme GT Master Edition Smartphone ohne Vertrag

Weniger erfreut wird Apple intern sein. Denn für Apple ist der Richterspruch ein empfindlicher Verlust und langfristig bedeutet er, dass das Unternehmen weniger Geld über den App Store einnehmen wird. Wie stark sich die Einnahmen im App Store verringern werden, ist noch nicht absehbar. Denn falls Kunden weiterhin die Buchung innerhalb der App bevorzugen, bleibt dieser Weg bestehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dwalinn 15. Sep 2021 / Themenstart

Das ist jetzt aber mal richtig schwachsinnig. Du willst den Anbieter jetzt dafür...

Subzero2k 14. Sep 2021 / Themenstart

Hallo. Vielen Dank für den Hinweis. Dann geb ich mir demnächst (noch) mehr Mühe, vorher...

Bloedschaf 14. Sep 2021 / Themenstart

Die Argumentation hinkt hier schon ganz gewaltig. Ich denke nicht das es ein Problem ist...

Hotohori 14. Sep 2021 / Themenstart

Epic hatte schon bei der Urteilsverkündung gesagt, dass sie in Berufung gehen werden. Kam...

PrinzessinArabella 13. Sep 2021 / Themenstart

Das ist wahrlich Generation Baerbock. Die Doktorarbeiten passen bei dem Trend der...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. A New Beginning: Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt
    A New Beginning
    Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt

    Rund 22 Jahre nach dem Start des ersten Teils gibt es die Ankündigung von Outcast 2 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC.

  2. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /