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Urteil: Bundesverfassungsgericht schränkt Rundfunkbeitrag leicht ein

Der Rundfunkbeitrag bleibt, darf aber nicht für Zweitwohnungen erhoben werden. Der potentielle Nutzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks reicht aus, dass alle dafür zahlen müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Rundfunkbeitrag: Das Urteil ist gesprochen.
Rundfunkbeitrag: Das Urteil ist gesprochen. (Bild: Public Domain)

Die Rundfunkbeitragspflicht ist im privaten und nicht privaten Bereich im Wesentlichen mit der Verfassung vereinbar. Das gab der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts am 18. Juli 2018 bekannt. Dass der Rundfunkbeitrag auch für Zweitwohnungen zu leisten ist, sei jedoch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitssatz vereinbar. Die Landesgesetzgeber müssen bis zum 30. Juni 2020 eine Neuregelung treffen.

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Die Gegner argumentieren, dass es sich bei dem Beitrag um eine Steuer handle, welche die Bundesländer nicht hätten einführen dürfen. Auch sei das vorliegende Beitragsmodell verfassungswidrig, bei dem der Rundfunkbeitrag unabhängig vom Vorhandensein von Empfangsgeräten erhoben werde. Die Erhebung des Rundfunkbeitrags für jede Wohnung unabhängig von der Anzahl der dort wohnenden Personen benachteilige Einpersonenhaushalte gegenüber Mehrpersonenhaushalten. Auch sei es ungerecht, dass für Zweitwohnungen ein Rundfunkbeitrag erhoben werde, obwohl deren Inhaber nicht gleichzeitig in mehreren Wohnungen Rundfunk konsumieren könnten.

Rundfunkbeitrag in Firmenautos bleibt

Nach dem Urteil dürfen Beiträge erhoben werden, "die diejenigen an den Kosten einer öffentlichen Einrichtung beteiligen, die von ihr - potentiell - einen Nutzen haben. Beim Rundfunkbeitrag liegt dieser Vorteil in der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen zu können." Auf das Vorhandensein von Empfangsgeräten oder einen Nutzungswillen komme es nicht an. Die Rundfunkbeitragspflicht dürfe im privaten Bereich an das Innehaben von Wohnungen anknüpfen, da Rundfunk typischerweise dort genutzt wird. Inhaber mehrerer Wohnungen dürfen für die Möglichkeit privater Rundfunknutzung allerdings nicht mit insgesamt mehr als einem vollen Rundfunkbeitrag belastet werden.

Auch Firmen müssen weiter zahlen: Die Rundfunkbeitragspflicht für Erstwohnungsinhaber, Betriebsstätteninhaber und Inhaber nicht ausschließlich privat genutzter Kraftfahrzeuge steht mit der Verfassung im Einklang.

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conker 05. Aug 2018

Hm, das war wohl etwas suboptimal ausgedrückt, sry. Ich meinte, ich bin allgemein mit der...

Lemo 05. Aug 2018

Ich seh überhaupt keine Belege dafür, dass es anders ist. Nur weil da Leute in Gremien...

llehelitz 04. Aug 2018

Hallo , ich zahle für meine Hauptwohnsitz per Einzugsermächtigung und für den...

Subsessor 20. Jul 2018

Nope. Haha, als ob er das nicht auf den AN umlegt... :-D Nooope. Echt? Raub? So richtig...

Clown 20. Jul 2018

Was machst Du denn dafür, dass sich das ändert?


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